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Amazon 17.12.2019
Amazon 17.12.2019

Bei Prime-Sendungen Amazon verbietet Händlern Versand mit "FedEx Ground"

shutterstock.com/Hrach Hovhannisyan
shutterstock.com/Hrach Hovhannisyan

Amazon untersagt seinen Händlern den Versand von Prime-Sendungen mit "FedEx Ground". Diese Versandart soll nicht sicherstellen können, dass die Pakete pünktlich bei den Amazon-Kunden eintreffen. Händlern bringt das Verbot zusätzliche Kosten.

Amazon verbietet seinen US-Marktplatzhändlern, "FedEx Ground" für den Versand von Prime-Lieferungen zu nutzen, berichtet Business Insider. Der Logistiker soll nach der Ansicht des E-Commerce-Riesen bei der Zustellung unzuverlässig sein. Amazon will das temporäre Verbot "zum Schutz der Prime Customer Experience" umsetzen.

Erst wenn Fedex seine Performance verbessert, dürfen Marktplatz-Partner "FedEx Ground" wieder nutzen. Bis dahin müssen die Händler Prime-Bestellungen mit der teureren Variante "FedEx Express" zustellen lassen. Nicht-Prime-Bestellungen dürfen allerdings weiterhin mit "FedEx Ground" verschickt werden.

FedEx selbst sagt zu dem Verbot von Amazon, dass die Entscheidung negative Auswirkungen auf kleine Unternehmen haben könnte. Denn für Händler bedeutet das Verbot vor allem zusätzliche Kosten: "FedEx Express" ist für Händler teurer.

Molsen Hart, der Spielzeuge über Amazon verkauft, teilte gegenüber Business Insider mit: "Die Änderung der Richtlinie von Amazon zwingt uns im Wesentlichen dazu, UPS zu verwenden, was uns viel mehr kostet als FedEx, um genau diese Waren zu versenden", sagt Hart. "Damit wir kein Geld mit unseren Bestellungen verlieren, müssen wir die Preise erhöhen."

Angespanntes Verhältnis

Amazon und FedEx haben bereits seit einiger Zeit ein angespanntes Verhältnis. Im Juni hatte FedEx mitgeteilt, seinen US-Luftfrachtvertrag mit Amazon nicht zu verlängern.

Im August dann ließ der Logistikdienstleister auch den Liefervertrag für auf dem Landweg zugestellte Sendungen von Amazon auslaufen. Damit gingen die beiden Unternehmen nach und nach immer mehr auf Distanz.

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