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Amazon 31.10.2014
Amazon 31.10.2014

Weihnachtsgeschäft 2014 Amazon stellt 10.000 Saisonmitarbeiter ein

Amazon holt sich Verstärkung fürs Weihnachtsgeschäft

Shutterstock.com/Frank Gaertner

Amazon holt sich Verstärkung fürs Weihnachtsgeschäft

Shutterstock.com/Frank Gaertner

Weihnachten fängt bei Amazon bereits jetzt an. Zur Bewältigung des Bestellvolumens heuert das Unternehmen 10.000 Saisonmitarbeiter in den neun deutschen Logistikzentren an.

Mit der Einstellung von Saisonkräften reagiert Amazon auf die Erfahrungswerte aus den Vorjahren. Im vergangenen Jahr, so Steven Harman, Direktor Operations bei Amazon, sei am 15. Dezember der Spitzenwert von 4,6 Millionen Bestellungen bei amazon.de erreicht worden. Die Zahl rechnet sich auf 53 Bestellungen pro Sekunde herunter. Kein Wunder, dass der Online-Händler sich Verstärkung ans Band und Regal holt.

Mehr als 10.000 Saisonmitarbeiter sollen an den neun deutschen Amazon-Logistikzentren eingestellt werden. Diese, so das Unternehmen, werden nach den gleichen Grundgehältern bezahlt wie die festangestellten Mitarbeiter, und sie erhalten ihre Überstunden vergütet sowie Boni und Zuschläge für beispielsweise Festtagsarbeit.

In Deutschland hat Amazon mehr als 9.000 unbefristet angestellte Mitarbeiter. Neben den deutschen Logistikstandorten ist Amazon außerdem mit ingesamt 19 weiteren Zentren in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien sowie in Tschechien und Polen vertreten.

In Deutschland hat der US-Konzern indessen - und nicht zum ersten Mal - mit der Gewerkschaft Verdi zu kämpfen. Die beiden Parteien streiten über die Löhne, die Amazon hierzulande bezahlt. Während Verdi eine Entlohnung nach dem Tarif des Einzel- und Versandhandels sowie Schutzregeln zu Arbeitszeiten, Urlaub und Pausen anstrebt, sieht sich der Online-Marktplatzbetreiber als Logistikunternehmen. Amazon verweist auf flexible Leistungen wie Altersvorsorge und Sonderzahlungen zu Weihnachten.

Den Beschäftigten scheint das nicht auszureichen: Die Mitarbeiter in Bayern haben in einer Abstimmung beschlossen, den aktuellen Streik, der seit Montag läuft, bis zum heutigen Freitagabend auszudehnen. Das Unternehmen zeigt sich davon bislang allerdings unbeeindruckt.

Schon ab 1. November will das Unternehmen übrigens zum Weihnachtseinkauf locken. Dann geht es nämlich mit einem Countdown zum Black Friday - dieses Jahr der 28. November - los.

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