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Internationalisierung
Plattformen 20.06.2022
Plattformen 20.06.2022

Geleakte Pläne Amazon startet im September in Belgien - und visiert Afrika und Südamerika an

Fotolia / koya979
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Geleakte Dokumente verraten die weiteren Internationalisierungspläne des E-Commerce-Riesen: Im September dieses Jahres soll Amazon in Belgien live gehen, weitere Länder-Marktplätze in Chile, Kolumbien, Nigeria und Süd-Afrika sollen 2023 folgen.

Amazon spinnt sein internationales Netz enger: Laut geleakten Dokumenten, die dem Portal "Business Insider" vorliegen, wird im September die belgische Dependance von Amazon live gehen. Das unter dem Code-Namen "Operation Red Devil" laufende Projekt dürfte für viele Amazon-Seller keine Überraschung sein; Belgien taucht bereits seit einiger Zeit immer wieder im Zusammenhang mit Berichten über die weitere Internationalisierung Amazons auf. 

Zudem kündigte das Unternehmen den Bau eines Verteilzentrums nahe Antwerpen an, das bis Ende 2022 den Dienst aufnehmen soll. Die Domain des neuen belgischen Webshops ist noch unklar; Amazon.be wird aktuell von einem belgischen Versicherungsunternehmen genutzt.

Afrika und Süd-Amerika stehen ebenfalls im Fokus

Den Leaks zufolge will Amazon zudem seine Aktivitäten in Süd-Amerika ausbauen. Zu den bestehenden Länder-Marktplätzen in Brasilien und Mexiko sollen unter dem Code-Namen "Project Salsa" im ersten Quartal 2023 weitere Dependancen in Chile und Kolumbien dazukommen. Auch Afrika rückt ins Amazon-Visier: Unter dem Codenamen "Projekt Fela" soll Amazon ebenfalls im ersten Quartal 2023 Marktplätze in Nigeria und Südafrika planen. 

Alle neuen Marktplätze sollen "Business Insider" zufolge direkt mit eigenen Fulfillment-Angeboten starten. In Belgien soll zudem gleich zum Start das Mitgliederprogramm "Prime" verfügbar sein. 

Amazon betreibt aktuell Marktplätze in 20 Ländern weltweit. Der Start der neuesten Dependance in Schweden, Polen und den Niederlanden entwickelte sich bislang eher schleppend, die örtlichen Lokalmatadoren, vor allem Allegro.pl und Bol.com, erwiesen sich als starke Gegner. Ähnliches könnte Amazon in Südamerika blühen, wo die Plattformen Mercado Libre, Sou Barato und Americanas.com aktuell den E-Commerce-Markt unter sich aufteilen. In Afrika trifft Amazon auf den Marktplatz Jumia, bislang die einzige länderübergreifende Anlaufstelle für den Verkauf in afrikanische Länder. 

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