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Plattformen 07.12.2015
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Für Marktplatz-Händler

Amazon schraubt am Ranking-Algorithmus

shutterstock.com/Twin Design
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Kurz vor Weihnachten ist noch viel los bei Amazon: Der Online-Händler verändert seinen Ranking-Algorithmus und Deutschland-Chef Ralf Kleber kann sich vorstellen, Ladengeschäfte in Deutschland zu eröffnen.

Neue Spielregeln fürs Amazon-SEO: Der Online-Händler hat an seinem Algorithmus geschraubt. Ähnlich wie bei Google ist dieser entscheidend für das Ranking in der Suche. Neu ist laut marketplace-analytics.de, dass der Raum für Keywords deutlich vergrößert wurde. Die allgemeinen Schlüsselwörter für manche Produkte werden von 250 auf 5.000 Zeichen erweitert. Statt wie bisher fünf Felder mit 50 Zeichen (insgesamt 250 Zeichen) stehen nun fünf Felder mit 1.000 Zeichen (insgesamt 5.000 Zeichen) zur Verfügung.

Bedeutung der Schlüsselwörter für das Ranking

Daneben wurde die Gewichtung der allgemeinen Schlüsselwörter für den Ranking-Algorithmus erhöht. Heißt: Suchbegriffe rutschen in der Relevanz nach oben. Sie haben jetzt mehr Gewicht als die Produktattribute (Stichpunkte).

Unverändert ist dagegen laut marketplace-analytics.de, dass der Produkttitel immer noch das wichtigste Keyword-Feld ist. Die Produktbeschreibung nimmt weiterhin eine Sonderrolle als sekundäres Keyword-Feld ein. Für Händler bedeutet das dem Portal zufolge, dass wichtige Keywords zunächst in die Suchbegriffsfelder und nicht mehr in die Attribute eingetragen werden sollten. Dabei gelten aber bislang noch die Regeln zum optimalen Ausfüllen der Suchbegriffsfelder.

Die Länge der Produkttitel wird wahrscheinlich auch in Deutschland auf 200 Zeichen begrenzt werden, in den USA ist das schon passiert. marketplace-analytics.de rät Händlern, sich darauf einzustellen, ihr Sortiment zu überarbeiten, wenn sie viele Produkte mit längeren Produkttiteln haben.


Offline shoppen bei Amazon

Daneben gibt es auch Neues in Sachen stationäre Filiale: Der Deutschland-Chef des Internet-Giganten, Ralf Kleber, kann sich vorstellen, auch in Deutschland stationäre Buchläden zu eröffnen. "Läden einzurichten war immer eine Option. Berlin wäre ein Top-Kandidat für einen Amazon-Laden", so Kleber im Interview mit dem Tagesspiegel.

"In keiner anderen deutschen Stadt haben wir in so vielen Bereichen investiert, sind wir so breit vertreten und haben wir so viel vor." Amazon verkaufe auch online noch sehr viele gedruckte Bücher, "Menschen werden immer auch offline einkaufen. Der Kunde soll die Wahl haben.", so Kleber.

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