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Medikamente aus dem Netz
Amazon 28.06.2018
Amazon 28.06.2018

Medikamente aus dem Netz Amazon schnappt sich Versandapotheke PillPack

shutterstock.com/fotoknips
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Amazon übernimmt die amerikanische Versandapotheke PillPack. Der E-Commerce-Riese will sich damit im Medikamentenhandel - insbesondere bei Arzneimitteln auf Rezept - besser in Position bringen.

Das Geschäft mit Medikamenten aus dem Netz boomt. Das ist auch am E-Commerce-Riesen Amazon nicht vorbeigegangen. Um sich in diesem Segment besser positionieren zu können, hat Amazon nun die amerikanische Online-Apotheke PillPack übernommen.

PillPack spezialisiert sich auf die Betreuung von Patienten, die Arzneimittel auf Rezept bekommen: Die Firma stellt die Medikamente zusammen und organisiert den Versand. Amazon nannte keinen Kaufpreis.

Auch in Deutschland versendet Amazon bereits Medikamente, jedoch noch keine verschreibungspflichtigen. Für seinen Prime Now Service kooperiert der Online-Riese hierzulande beispielsweise mit der Bienenapotheke. Und auch sonst kann man über Amazon nicht-verschreibungspflichtige Medikamente wie Aspirin oder Nasenspray ordern.

Auch Walmart war interessiert

Amazon war wohl nicht der einzige Interessent: Im April hatte der Fernsehsender CNBC berichtet, PillPack stehe vor der Übernahme durch den Supermarkt-Riesen Walmart. Der Preis liege unterhalb der Marke von einer Milliarde US-Dollar, hieß es damals unter Berufung auf informierte Personen. Walmart baut gerade massiv sein Online-Geschäft aus, um Amazon Paroli zu bieten.

Bei der Übernahme des indischen Online-Marktplatzes Flipkart hatte allerdings Walmart die Nase vorne und schnappte Amazon den Deal weg.

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