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Amazon Seller
Plattformen 09.04.2021
Plattformen 09.04.2021

Marktplatz-Händler Amazon erhöht FBA-Versandkosten in Deutschland um 8,34 Prozent

shutterstock.com/Tada Images
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Am 8. Juni ändern sich für Marktplatz-Händler, die das Fulfillment by Amazon (FBA) nutzen, wieder die Versandkosten. Für Deutschland ergibt sich eine durchschnittliche Erhöhung von 8,34 Prozent.

Marktplatz-Händler, die das Fulfillment by Amazon (FBA) nutzen, müssen ab dem 8. Juni mit höheren Versandkosten rechnen. Für deutsche FBA-Seller ergibt sich eine durchschnittliche Erhöhung von 8,34 Prozent, wie die Amazon-Agentur Revoic schreibt.

Amazon hatte die notwendigen Preiserhöhungen bereits angekündigt, aber aufgrund der angespannten Corona-Situation zunächst ausgelassen. Zuletzt hatte Amazon die Versandkosten am 01. April 2020 um durchschnittlich 9,4 Prozent erhöht.

Senkung der "Strafgebühr"

Zudem gibt es aber eine gute Nachricht für Seller, die nur in Deutschland lagern und von dem Gebührenaufschlag pro verkaufter Einheit von 0,50 Euro betroffen sind. Dieser Aufschlag wird zukünftig auf 0,35 Euro abgesenkt. 
 
Die Preiserhöhung von Amazon kommt für Stephan Bruns von Revoic nicht völlig überraschend. Er mahnt: "Seller müssen sich darauf einstellen, dass diese jährlichen Aufschläge inzwischen bei Amazon üblich sind. Die Senkung der 'Strafgebühr' bei der lokalen Lagerung in Deutschland von 0,50 Euro auf 0,35 Euro ist zu begrüßen. Diese Gebühr ist eher als Vorwand von Amazon zu sehen, Seller in die international ausgelegten Versandprogramme (Mitteleuropa und PAN-EU) zu bewegen, wo diese Gebühr nicht anfällt. Die internationale Lagerung bringt jedoch auch steuerrechtliche Konsequenzen mit sich. Vor diesem Hintergrund können kleinere Seller, die bisher nicht so international aufgestellt sind, die Entscheidung einer Internationalisierung vielleicht mit dieser Gebührensenkung noch etwas hinauszögern. Jedoch wird die Senkung dieser Gebühr die Steigerung der lokalen und internationalen Versandkosten nicht kompensieren können."

Seller sollten Bruns zufolge nun jedoch noch einmal genau nachrechnen, ob die eigene Kalkulation zukünftig noch stimmt. Letztlich würden die erhöhten Versandkosten aber zu einer Preissteigerung für den Endkunden führen.

Zugang zu Daten

Eine weitere Neuerung für Seller beschreibt marketplacepulse.com: Nur Händler, die nicht Amazons FBA nutzen, haben ab sofort noch Zugang zu den Daten ihrer Kunden. Seit gestern enthält das Reporting von Amazon an FBA-Kunden keine Kundendaten wie Name und Adresse mehr. Bisher waren lediglich die E-Mail-Adresse und Telefonnummern nicht weitergegeben worden.

"Mit Wirkung vom 8. April 2021 wird der Bericht 'Amazon Fulfilled Shipments' nicht mehr den Namen und die Adresse des Amazon-Kunden enthalten", heißt es in der Mitteilung von Amazon.

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