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Online-Kreditvermittler Smava schluckt Konkurrenten Finanzcheck

shutterstock.com/Chones
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Das Konsumentenkredit-Portal Smava will zum führenden Anbieter zur Vermittlung von Krediten über das Internet werden. Dafür übernimmt das Unternehmen seinen Konkurrenten Finanzcheck. Der Deal soll sich auf rund 200 Millionen Euro belaufen.

Fusion in der Fintech-Branche: Das Konsumentenkredit-Portal Smava will seinen Konkurrenten Finanzcheck übernehmen. Damit entstehe ein führender Anbieter zur Vermittlung von Krediten über das Internet, teilte Smava in Berlin mit. Verkäufer von Finanzcheck - nicht zu verwechseln mit Check24 - ist der Finanzinvestor Hellman & Friedman. Angaben zum Kaufpreis machte Smava nicht - Finanzkreisen zufolge beläuft er sich auf rund 200 Millionen Euro. Die Transaktion soll bis Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein.

Finanziert wird der Kauf von Smavas Bestandsinvestoren wie Earlybird, Venture Capital, Kreos Capital, Verdane Capital und Vitruvian Partners. Zudem wurde mit Proventus Capital ein neuer Geldgeber gefunden. Hellman & Friedman erhält zudem im Zuge der Übernahme einen Minderheitsanteil an Smava.

Kredite im Volumen von über vier Milliarden Euro

Finanzcheck und Smava vermittelten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr insgesamt Kredite im Volumen von über vier Milliarden Euro - wobei rund 65 Prozent auf Smava entfielen.

Die beiden Unternehmen sind den Angaben zufolge zuletzt gewachsen und haben ihre Marktanteile ausgebaut. "Der Konsumentenkreditmarkt verlagert sich zunehmend schneller ins Internet", hieß es in der Mitteilung. Trotz des Wachstums der über das Internet vermittelten Kredite erfolgte der Großteil der Abschlüsse Experten zufolge immer noch in Bankfilialen. Dies wird sich aber wohl in den kommenden Jahren stark ändern.

Finanzcheck wurde 2011 in Hamburg gegründet und hatte in den vergangenen knapp drei Jahren bereits zweimal den Eigentümer gewechselt. Zuerst wurde es im Sommer 2018 von Scout24 für 285 Millionen Euro gekauft. Das im MDax notierte Unternehmen reichte es allerdings Ende 2019 zusammen mit AutoScout24 für insgesamt 2,9 Milliarden Euro weiter. Hellman & Friedman waren zuvor mit dem Versuch gescheitert, Scout24 komplett zu übernehmen.

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