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Joerg Kablitz
Payment
03.04.2022
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03.04.2022

Interview mit Deutschland-Chef Jörg Kablitz Wo PayPal weiter wachsen will

PayPals Deutschland-Chef Jörg Kablitz

PayPal

PayPals Deutschland-Chef Jörg Kablitz

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PayPal baut sein Service-Portfolio immer weiter aus, jüngstes Beispiel ist "PayPal Checkout". Welches Ziel PayPal damit verfolgt, wo das Unternehmen in Deutschland weiterwachsen will und wer die Wettbewerber sind, erklärt Deutschland-Chef Jörg Kablitz im Interview.

PayPal dringt immer tiefer in das Geschäftsmodell eines Payment Service Provider ein und erweitert seine Payment-Services für Händler. So hat PayPal im Sommer vergangenen Jahres ein Ratenkauf-Angebot gestartet, über das Online-Shopper flexibel in drei, sechs, neun, 12 oder 24 Monatsraten bezahlen können. Im Januar dieses Jahres kam eine "Buy now, pay later"-Lösung dazu, mit der Kunden ihre Zahlung um 30 Tage verschieben können.

Zuletzt hat das Unternehmen seine integrierte Zahlungslösung "PayPal Plus" um eine ganze Reihe lokaler europäischer Zahlarten erweitert, sodass Händler mit einer Integration neben den in Deutschland beliebtesten Bezahlmethoden - PayPal, Lastschrift Kreditkarte und Rechnung - auch ausländische Verfahren wie etwa iDeal oder Blik anbieten können. Das Servicepaket ist seit 30. März 2022 unter der Bezeichnung "PayPal Checkout" verfügbar. Ergänzend nimmt PayPal über eine Zusammenarbeit mit Ratepay einen Rechnungskauf für Nicht-PayPal-Kunden mit ins Portfolio.

Im Interview erklärt Jörg Kablitz, Managing Director für PayPal in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie sich das Unternehmen im deutschen Markt positioniert, welche Zielgruppen im Mittelpunkt stehen und wo es weitere Wachstumschancen sieht.

 

Welches Ziel verfolgt PayPal mit dem PayPal Checkout in Deutschland?

Jörg Kablitz: Wir sehen PayPal als Partner der kleinen und mittelständischen Händler und wir wollen diesen Händlern helfen, in einer sich signifikant verändernden, komplexer werdenden Welt erfolgreich zu wachsen. Das ist unser übergeordneter strategischer Ansatz. Der PayPal Checkout ist für dieses Kundensegment eine einfache, sichere Plattform-Lösung für das Thema Bezahlen.

Vor 15 Jahren war PayPal einfach ein Bezahlverfahren. Mit dem Ausbau der Angebote hat sich PayPal immer mehr in Richtung Payment Service Provider entwickelt. Wie wollen Sie sich mittelfristig im deutschen Markt positionieren: eher als übergreifender Dienstleister oder eher als Anbieter eines Bezahlverfahrens?

Kablitz: Ich würde das gar nicht so stark trennen. In den Überlegungen, wie wir kleine und mittelständische Händler in ihrem Wachstum unterstützen können, sehen wir zwei Wege: der eine ist, diesen Händlern eine Lösung anzubieten, die alle für das Geschäft der Händler wichtigen Aspekte abdeckt. Bei PayPal Checkout heißt das zum Beispiel, alle Bezahlverfahren, die Konsumenten in Deutschland gerne nutzen wollen aus einer Hand anzubieten. Der zweite Weg, Händler bei ihrem Wachstum zu unterstützen, betrifft die Veränderungen im Kundenverhalten, gerade auch durch die Corona-Pandemie. Um die neuen Kundenbedürfnisse erfüllen zu können, bieten wir dem Händler die dafür nötigen Optionen an, beispielsweise beim Thema "Später bezahlen". Der Vorteil gerade für den kleinen Mittelständler: Wir stellen ihm die Services gebündelt zur Verfügung, ohne dass dieser ein Experte für das hochkomplexe Thema Payment werden muss. Wir positionieren uns also als Partner, der die Endkunden und die Händler zusammenzubringt und so das Wachstum fördert.

Rückgrat der deutschen Wirtschaft

Ein Blick auf den deutschen Markt zeigt, dass PayPal bei den Top-1000-Shops eine Marktdurchdringung von rund 90 Prozent hat. Da ist also eine natürliche Wachstumsgrenze erreicht. Liegt der Fokus deswegen auf den kleineren und mittelständischen Händlern?

Kablitz: Wir haben schon immer Lösungen für Händler jeglicher Größe angeboten. So gesehen ist es nichts Neues, dass wir uns mit dem Segment der KMUs beschäftigen. Wir sehen immer wieder, dass die mittelständischen Händler das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind und damit auch ein sehr relevantes Segment und das wird auch zukünftig so sein. Es ist aber auch ein Segment, das ganz besondere Herausforderungen speziell durch die Corona-Pandemie zu bewältigen hatte. Grundsätzlich glauben wir, dass dies für uns auch weiterhin ein sehr lukratives Segment sein wird.

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