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Diebstahl daten identität risikomanagement Payment
Payment 15.10.2018
Payment 15.10.2018

Praxistipp So wird Betrug durch gestohlene Identitätsdaten verhindert

shutterstock.com/Hans-Joachim Roy
shutterstock.com/Hans-Joachim Roy

Betrüger stehlen gerne Identitätsdaten wie Namen, Kontoinformationen oder E-Mail-Adressen echter Kunden, um in Shops unter falschem Namen einzukaufen. Zwei Tipps, wie Unternehmen solchen Betrügern das Handwerk legen können.

Mit den kontinuierlich wachsenden E-Commerce-Umsätzen steigt auch die Zahl der Betrügereien bei den Online-Bezahlungen. Dabei sind E-Commerce-Händler sehr oft vom Betrug mit gestohlenen Nutzerdaten betroffen. Zwei Tipps, wie Online-Händler solche Betrugsversuche abwehren können von Karsten Wittke, Head of Payment Services Risk beim Payment-Dienstleister PPRO:

Beim Identitätsdiebstahl haben Kriminelle das Ziel, Transaktionen mit einer fremden Identität durchzuführen. Um einen solchen Identitätsdiebstahl begehen zu können, sammeln Betrüger persönliche Informationen wie Namen, Post- oder E-Mail-Adressen sowie Kreditkarten- oder Kontoinformationen von echten Kunden. Diese nutzen sie, um beispielsweise unter falschem Namen online Waren zu bestellen und mit den Kreditkartendaten anderer Personen oder durch Belastung des Kontos einer anderen Person zu bezahlen.

Tipp 1: KYC - Know your Customer
Nur wer seine Kunden kennt, kann sie entsprechend einschätzen und so das Risiko minimieren, Opfer von Betrügereien oder von größeren Zahlungsausfällen zu werden. Daher sollten Online-Händler Namen und Adressen, aber auch Bezahlinformationen wie Kontodaten oder Kreditkartennummer ihrer Kunden immer auf ihre Richtigkeit überprüfen.

Tipp 2: Kundensegmentierung vornehmen
Um den jeweils besten Payment-Mix zu definieren, ist eine Segmentierung der Kunden in Gelegenheitskäufer, Stammkunden und Premiumkunden ratsam. Gleichzeitig sollten Einzelhändler die Kreditwürdigkeit und Zahlungsbereitschaft der Kunden prüfen. Bei Neukunden ist es empfehlenswert, eine Bonitätsprüfung vorzunehmen. Zudem sollten ihnen zunächst nur risikoarme Bezahlmethoden angeboten werden. Stamm- oder Pre­miumkunden können hingegen durchaus via Rechnung, SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte zahlen.

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