INTERNET WORLD Logo Abo
Zahlarten in Shops
Payment 07.05.2014
Payment 07.05.2014

Zahlarten in Shops Rechnung hat deutlich die Nase vorn

Fotolia.de/K-U Haessler
Fotolia.de/K-U Haessler

Der Kauf auf Rechnung ist und bleibt das führende Bezahlverfahren im Online-Handel. Dahinter folgen Paypal und Zahlungen per Lastchrift, wie das EHI ermittelt hat.

Rund ein Viertel aller Zahlungen im Online-Handel werden per Rechnung abgewickelt: Der Marktanteil liegt aktuell bei 25,4 Prozent. Das hat das EHI Retail Institute in seiner neuen Studie "EH Online-Payment-Studie 2014" herausgefunden, die auf dem EHI Kartenkongress in Bonn vorgestellt wurde. Vor allem kleinere Shops bieten ihren Kunden demnach immer häufiger den Kaf auf Rechnung an. Viele greifen dafür auf Dienstleister wie Klarna, Billpay, Billsafe oder Paymorrow zurück, die das Risiko eines Zahlungsausfalls gegen eine Gebühr für den Händler übernehmen.

Deutlich an Marktanteil gewinnen konnte Paypal: Sein Anteil kletterte von 16,1 Prozent im Vorjahr auf nun 19,9 Prozent. Die Studienautoren begründen dies mit der deutlichen Zunahme der Shops, die Zahlungen via Paypal ermöglichen, sowie die gleichzeitige Zunahme der Umsatzanteile.

Knapp dahinter liegt die Lastschrift, die ihre Position stärken konnte. Ihr Marktanteil stieg von 18,8 Prozent im Vorjahr auf nun 19,3 Prozent. Treiber ist laut EHI vor allem das Marktwachstum von Amazon.de: Der Marktplatz macht geschätzt 85 Prozent seines Umsatzes über Lastschriftzahlungen. Amazons eigenes Checkout-System "Bezahlen über Amazon" kommt hingegen nur auf einen Marktanteil von unter einem Prozent.

Die Umstellung auf das einheitliche europäische Lastschriftverfahren SEPA haben 65 Prozent der Online-Shops im Laufe des ersten Quartals 2014 abgeschlossen. 60 Prozent der Händler gaben an, dass sich der Umsatzanteil der Lastschrift dadurch verringert habe. Noch bis zum 1. August haben die Online-Händler nach der Fristverlängerung durch die EU-Kommission Zeit für die endgültige Umstellung.

Rückläufig ist der Studie zufolge der Marktanteil der Kreditkarten. Er sackte von 17,9 Prozent 2013 - der Wert wurde vom EHI von den zunächst für 2013 angegebenen 20,4 Prozent aufgrund neuer Schätzungen der verwendeten Zahlarten bei Amazon.de nach unten korrigiert - auf 14,8 Prozent ab.

Die Vorkasse kommt auf einen Marktanteil von knapp neun Prozent, Ratenkauf auf gut vier Prozent, Nachnahme auf gut drei Prozent, Sofortüberweisung auf knapp drei Prozent. Erstmals erfasst wurden in der Studie Bezahlung bei Abholung, der Marktanteil liegt bei 0,7 Prozent, und Bezahlen über Amazon, das auf einen Anteil von 0,4 Prozent kommt.



Der Kauf auf Rechnung ist für die Mehrheit der Online-Shopper die liebste Zahlart. Fehlt die präferierte Bezahlmethode, ist dies der häufigste Grund für einen Kaufabbruch.

Das könnte Sie auch interessieren