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Payment 02.05.2016
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Payment-Anbieter Paymill meldet Insolvenz an

shutterstock.com/LDprod
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Das Payment-Unternehmen Paymill hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren angemeldet. Das Start-up ist auf der Suche nach einem Käufer und möchte somit etwas Zeit gewinnen.

Der Payment-Anbieter Paymill hat Insolvenz angemeldet und sucht nach einem Käufer. Da eine geplante Übernahme eines unbekannten Interessenten kürzlich nicht zustande kam, will das von Rocket Internet unterstützte Start-up mit der eigenverantwortlichen Insolvenz Zeit gewinnen. Das teilte Gründer Mark Henkel gegenüber Gründerszene mit.

Vergangene Woche hat Henkel ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet und die Entscheidung den rund 60 Mitarbeitern mitgeteilt. Für die Kunden und Angestellten werde sich vorläufig nichts ändern, sagt Henkel. Als neuen Geschäftsführer hat der Paymill-Gründer den Sanierungsexperten und Rechtsanwalt Vincenz von Braun engagiert.

Gute Verkaufschancen

Die Wahrscheinlichkeit, dass Paymill in den kommenden zwei Monaten einen Käufer finden wird, liegt laut von Braun bei 50 Prozent. Er wird sich nun auf die Suche nach einem potenziellen Käufer machen. Am liebsten würde von Braun einen sogenannten "Asset Deal" mit Betriebsübergang abschließen.

Hierbei würde der Käufer die werthaltigen Teile des Unternehmens sowie die Mitarbeiterverträge aus der bestehenden Gesellschaft herauskaufen. Die noch ausstehenden Forderungen und Schulden beinhaltet ein solcher Deal nicht.

Gründe für die Insolvenz

Mitverantwortlich für das Insolvenzverfahren ist die lange Wartezeit auf die Banklizenz. Diese benötigt jedes Fintech-Unternehmen, um effizient am Markt mitspielen zu können. Zwar ist das Start-up von strategischen Partnern unterstützt worden, aber das Wachstum war in dieser Zeit eingeschränkt. Infolgedessen wollten Venture Capitals kein Geld mehr investieren.

Insgesamt sicherte sich Paymill von Geldgebern 18 Millionen US-Dollar. Neben Rocket gaben noch Sunstone Capital, Blumberg Capital und Holtzbrinck Ventures Geld.

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