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Payment 13.01.2020
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Payment News KW 03

Mehr Rechtssicherheit bei Kryptowährungen

shutterstock.com/mirtmirt
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Die Payment-News der Woche: Gesetzesnovelle schafft Klarheit über Banklizenz für Kryptowährungen / Cyberangriff auf die DKB-Bank / Paydirekt verliert zwölf Partner-Banken /Hotel-Gruppe Prizeotel schafft Bargeld ab

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News

Mehr Rechtssicherheit für Kryptowährungen: Ab 2020 muss für den gewerblichen Handel mit Kryptowährungen eine spezielle BaFin-Lizenz für den Eigenhandel mit solchen Währungen vorliegen. Eine Gesetzesnovelle zum Thema Geldwäsche und Geldverwahrung schreibt die bisherig gängige Verwaltungspraxis der Bundesfinanzaufsicht BaFin jetzt fest. Experten begrüßen den Schritt, da er für mehr Vertrauen und Sicherheit sorge und damit die Akzeptanz von Kryptowährungen verbessern könne. Unter dem Druck der Debatten um Facebooks Kryprowährung "Libra" beschleunigen die Bundesregierung und die Europäische Zentralbank ihre Bemühungen um eine klare Haltung. >>> PaymentandBanking.com  >>> Handelsblatt.com

Cyberangriff auf die DKB: Kunden der Direktbank DKB hatten in der vergangenen Woche teilweise keinen Zugriff auf ihre Online-Bankkonten. Grund war eine Cyberattacke, die die Server der Bank  lahmgelegt hatten. Der Bank zufolge gibt es aber keine Hinweise, darauf, dass Kriminelle Kundendaten abgegriffen hätten. Die zuständigen Behörden wurden über den Angriff informiert. Die DKB, eine Tochter der BayernLB, ist mit rund 3,9 Millionen Kunden die zweitgrößte deutsche Direktbank. >>> Spiegel.de

Paydirekt-Partner steigen aus: Zwölf Partner, darunter die ING Deutschland, die Hypovereinsbank, die Santander Bank sowie einige Privatbanken, haben ihre Anteile an dem Bezahlsystem Paydirekt abgegeben. Verkündet hatten sie diesen Schritt schon zu Beginn des vergangenen Jahres, jetzt wurde er wie geplant vollzogen. Die Paydirekt-Anteile liegen jetzt zu je 16,67 Prozent bei der Commerzbank und der Deutschen Bank sowie zu jeweils einem Drittel bei den Sparkassen und den Volks- und Raiffeisenbanken. Das Bezahlsystem der deutschen Kreditwirtschaft ist als Konkurrent zu PayPal angetreten. Gut vier Jahre nach dem Start verfügt Paydirekt jedoch nur über 3,2 Millionen registrierte Nutzer und 10.000 angeschlossene Händler. >>> Internetworld.de

Wie die Bonpflicht bei Händlern ankommt: Seit dem 1. Januar 2020 müssen Händler ihren Kunden einen Kassenbon aushändigen - eine Maßnahme gegen den seit Jahren grassierenden Steuerbetrug am Ladentisch. Einige wenige haben Verständnis, doch der Frust überwiegt. In einem Rundschreiben an Deutschlands Bäckereien verspricht die FDP nun, sich für die Abschaffung der Kassenbonpflicht einzusetzen. Sie sei bürokratisch, und die ökologischen Folgen der Papierberge seien kaum absehbar. >>> Internetworld.de  >>> Spiegel.de

Mit Alexa an der Tankstelle bezahlen: In den USA will der US-Mineralölkonzern Exxon seinen Kunden künftig das Bezahlen der Tankrechnung via Sprachbefehl ermöglichen. Zum Einsatz kommen die Technologien von Amazons Sprachassistenten Alexa sowie des Payment-Dienstleisters Fiserv. Abgerechnet wird über Amazon Pay. >>> AllaboutPayment.de

Wirecard kommt nicht zur Ruhe: Der Payment-Technologiedienstleister Wirecard hat einen neuen Aufsichtsratschef bekommen. Thomas Eichelmann, einst Finanzchef der Deutschen Börse, wird künftig ein Auge auf den Konzern haben, der seit längerem wegen Vorwürfen zu Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen unter Beschuss steht. Zudem hat der Online-Chefredakteur des Magazins "Finance", Michael Hedtstück, wegen des Verdachts auf illegale Beschattung und Observierung  im Zusammenhang mit der Berichterstattung über Wirecard Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. >>> Handelsblatt.com  >>> Finance-Magazin.de 

Amazon warnt vor PayPals-Tochter Honey: PayPal hat seine bislang größte, im November angekündigte Übernahme des Technologie-Anbieters Honey abgeschlossen. Honey bietet einen Einkaufsassistenten inklusive Prämienprogramm an. Jetzt reagiert die Konkurrenz:  Amazon warnt vor dem Browser-Plug-in von Honey, da es ein Sicherheitsrisiko darstelle. Der Handelsriese fordert Nutzer auf, das Tool zu deinstallieren, da es Daten zum Einkaufsverhalten sammele. Amazon verfügt selbst über ein ähnliches Tool, den "Amazon Assistant".  >>> Pymnts.com

Hotelgruppe Prizeotel schafft Bargeld ab: Seit Januar 2020 können Gäste der Hotelgruppe Prizeoten ihre Rechnung nicht mehr bar bezahlen. Das Handling von Bargeld sei weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Durch die Umstellung auf digitales Bezahlen will die Hotelkette jährlich eine fünfstellige Summe einsparen. Sie fließt teilweise in einen Zuschuss zu den Kosten der Mitarbeiter für den öffentlichen Nahverkehr. Zuletzt hatten weniger als zehn Prozent der Gäste bar bezahlt. >>> Mobiflip.de

Kurz notiert

  • Das Münchner Fintech X-Pay, Anbieter von gebrandeten Mastercard-Kundenkarten, hat eine Finanzierungsrunde über sieben Millionen Euro abgeschlossen. >>> mehr
  • Die niederländische Rabobank setzt für die Entwicklung ihres neuen Banking-Portals "Rabo direct" auf die Low-Code-Plattform der Siemens-Tochter Mendix. >>> mehr  
  • Die Kreditvermittlungs-Plattform Credishelf kooperiert mit dem Vermögensverwalter "BNP Paribas Asset Management" und erweitert ihr Produktportfolio um Mittelstandskredite zwischen 500.000 und fünf Millionen Euro. >>> mehr  
  • Das Payment-Fintech Gastrofix, Anbieter von cloudbasierten Kassensystemen, wurde für 100 Millionen Euro von dem kanadischen PoS-Plattform-Betreiber Lightspeed übernommen. >>> mehr 
  • Das US-Telekommunikationsunternehmen Sprint hat die Zahlungs-Lösung von Wirecard in seine Internet-of-Things-Plattform "Curiosity" integriert. >>> mehr 
     

Schon gewusst...?

Die sieben häufigsten Irrtümer zu Kartenzahlungen: Der Blog AboutFintech hat sich gängige Vorurteile über Kartenzahlungen angesehen, die dazu führen, das die Deutschen dem Bargeld treu bleiben. Vier davon lauten: Kartenzahlungen sind langsam, teuer und unsicher, außerdem funktionieren sie nicht überall. Doch einer konkreten Überprüfung halten diese Grundannahmen nicht stand. >>> AboutFintech.de

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