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Klarna
Payment 18.11.2020
Payment 18.11.2020

Mehr Bank-Geschäft

Klarna will ein Girokonto anbieten

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Klarna drängt immer mehr in das Bankengeschäft und plant nun, auch ein Girokonto inklusive Debitkarte anzubieten. Es soll in die Klarna-App integriert werden.

Eine Klarna-Kreditkarte gibt es schon, auch ein Festgeld-Angebot von Klarna existiert bereits. Als nächsten Schritt plant der schwedische Payment-Anbieter offenbar ein Girokonto. Es soll zumindest in den Basisfunktionen kostenlos sein und auch eine Debitkarte umfassen, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

"Wir werden alles an einen Ort bringen", zitiert die Zeitung den Klarna-Gründer und -Geschäftsführer Sebastian Siemiatkowski. Er wolle die App künftig als eine Mischung aus einem Vergleichsportal und einer Fotoplattform wie Pinterest betreiben. Langfristig soll das Klarna-Konto zum Hauptkonto der Nutzer werden.

Mehrere Beteiligungen, höchstbewertetes Fintech

Bisher wurde die Klarna-App nach Unternehmensangaben mehr als sechs Millionen Mal heruntergeladen. Deutschland ist nach Schweden der wichtigste Markt für Klarna. 2014 hatte Klarna die damalige Sofort AG -Betreiber von Sofortüberweisung - übernommen. Seither ist das Online-Überweisungsverfahren ein fester Bestandteil des Klarna-Angebots.

Vor gut zwei Jahren hat sich die Bekleidungskette H&M an Klarna beteiligt. Im Februar dieses Jahres ist Ant Financial, der Finanzableger des chinesischen Alibaba-Konzern bei Klarna eingestiegen. 

2019 setzte Klarna insgesamt 753 Millionen US-Dollar um. Nach einer Kapitalerhöhung um 650 Millionen US-Dollar im September 2020 stieg die Bewertung des Payment-Dienstleisters auf 10,65 Milliarden US-Dollar. Damit ist Klarna das höchste bewertete, nicht-börsennotierte Fintech Europas.

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