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24.10.2022
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Schulden und Kleinstkredite Image-Krise: Jetzt muss Klarna liefern

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Verbraucherschützer warnen, die EU ist alarmiert. Zwischen Massenentlassung und Millionenverlusten versucht sich das einstige Vorzeige-Fintech Klarna neu zu erfinden - und das ausgerechnet in Zeiten großer wirtschaftlicher Krisen. 

Die Inflation drückt die Konsumlaune in Deutschland. Doch auf alles wollen Bundesbürger und Bundesbürgerinnen, vor allem die Generation Z, nicht verzichten. So hat die Schufa registriert, dass Großkredite eher verschoben werden, es gebe aber im Gegenzug einen starken Anstieg von Kleinstkrediten. Ratenzahlungen werden gerade bei Online-Shoppenden immer beliebter. Zahlungen werden dabei auf drei, sechs, zwölf oder 24 Monate gestückelt. Von 19,9 Prozent in 2020 kletterte der Anteil auf 29,5 Prozent in 2021. Fast jede dritte Neuverschuldung ist ein Kleinstkredit. Im Schnitt liegt er bei 410 Euro.

Der Trend setzt sich 2022 fort - gerade bei jungen Leuten. 18- und 19-Jährige setzen mit durchschnittlich 340 Euro besonders gern auf "Buy Now Pay Later"-Angebote. Während Apple für Apple Pay entsprechende Pläne gerade erst auf Eis gelegt hat, gehört das umstrittene schwedische Start-up Klarna zu den prominentesten Anbietern solcher Kleinstkredite. 

Verbraucherzentralen warnen vor dem Modell "Jetzt bestellen, später bezahlen". Diese Zahlungsmöglichkeit solle man "nur in Ausnahmefällen nutzen. Denn wer häufig auf den Service zurückgreift, riskiert es, Schulden anzuhäufen. Oft fallen für die spätere Zahlung Gebühren oder Zinsen an." Auf Tiktok gibt es schon länger das rege verwendete Hashtag #klarnaschulden. Viele Jugendliche sind sogar stolz auf ihre Schulden. Es entsteht ein Wettbewerb, wer mehr Schulden hat. 

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