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Diem
Payment 27.01.2022
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Kryptowährung Zuckerberg will offenbar das Diem-Projekt beerdigen

Shutterstock / Mundissima
Shutterstock / Mundissima

Die von Meta-Chef Mark-Zuckerberg initiierte Kryptowährung Diem steht unter keinem guten Stern. Nach Druck von Regulierungsbehörden plant der Facebook-Gründer offenbar ein Ende des Projekts. Investoren sollen ausgezahlt, Mitarbeiter anderweitig beschäftigt werden.

Nach einem Bericht des Wirtschaftsnachrichtendienstes "Bloomberg" steht das Projekt Diem vor dem Aus. Demnach erwägt die Diem Association, die Organisation hinter der Kryptowährung, die Selbstauflösung. Vermögenswerte sollen verkauft werden, Kapital soll an Investoren zurückfließen. Als wertvolles Asset des Unternehmens werden auch die Mitarbeiter gesehen, die die Kryptowährung entwickelt haben. Als Quelle für diese Information beruft sich "Bloomberg" auf nicht näher bezeichnete Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind. 

Vorbehalte gegen Libra

2019 hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Pläne für ein digitales Stablecoin namens Libra vorgestellt und damit für beträchtlichen Wirbel in der Finanzwelt gesorgt. Stablecoin bedeutet, dass der Kurs einer Kryptowährung durch aktive Maßnahmen gestützt wird und so nicht so hohen Schwankungen unterliegen kann, wie es etwa bei Bitcoin der Fall ist. Von Anfang an musste das Libra-Projekt mit dem Vorwurf kämpfen, ein Zahlungsmittel nach Facebook-Regeln zu sein, das den Konzern staatlicher Kontrolle entzieht und vor allem seinen Interessen nützt.

Nachdem Zuckerberg sich wegen Libra drängenden Fragen der US-Regulierungsbehörden stellen musste, geriet das Pojekt ins Stocken. Wichtige Kooperationspartner wie Visa und Mastercard sprangen ab. 2020 wurde "Libra" in "Diem" umbenannt, auch um die Unabhängigkeit von Facebook (das inzwischen Meta heißt) zu betonen.

Die Investmentbank Sivergate Capital Corp. wurde mit der Aufgabe betraut, die Ausgabe von Diem zu organisieren, dessen Wert an den US-Dollar gekoppelt werden sollte. Doch die US-Notenbank Fed leistete gegen diese Pläne heftigen Widerstand. Dies, so berichten Quellen, habe dem Projekt schließlich den finalen Todesstoß versetzt.

Auch Uber und Shopify sind dabei

Nach Insider-Informationen soll Meta etwa ein Drittel der Diem Association besitzen. Laut Diem-Website gehören zu den weiteren Investoren Risikokapitalfirmen wie Andreessen Horowitz, Union Square Ventures, Ribbit Capital und Thrive Capital sowie der staatliche Investor Temasek Holdings aus Singapur. Auf der Website sind auch auf Kryptowährungen spezialisierte Unternehmen wie Coinbase Global Inc. aufgeführt, demnach sind auch der Fahrdienstvermittler Uber und die Shoptech-Plattform Shopify dabei. Wie viel - und ob überhaupt - diese Partner investiert haben, sei indes völlig unklar, schreibt "Bloomberg".

Derzeit liegen zu dem Vorgang weder von der Fed noch von Vertretern der Diem Association Stellungnahmen vor.

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