Incentivierungen 25.11.2015, 08:55 Uhr

Die beliebtesten Anreize für Online-Befragungen

Fast die Hälfte der deutschen Web-Nutzer ist Online-Umfragen überdrüssig und nimmt nicht mehr daran teil. Mit sinnvollen Anreizen lassen sich User aber gerne überzeugen - das muss nicht immer Geld sein.
Baumspenden sind ein beliebter Anreiz für Online-Umfragen
(Quelle: Shutterstock.com/wk1003mike)
Online-Umfragen bieten Unternehmen wichtige Einblicke in die Sicht ihrer Kunden und Zielgruppen und bilden oft die Grundlage für Marketing-Maßnahmen. Aber viele Nutzer sind genervt von der Befragungsflut im Netz, 40 Prozent der deutschen Onliner nehmen daran grundsätzlich nicht teil. Dabei lassen sich die User mit entsprechenden Incentives durchaus davon überzeugen Fragen zu beantworten, wie eine Studie des Marktforschungsunternehmens GreenAdz zeigt.
Der beliebteste Anreiz ist zwar die direkte Geldüberweisung auf ein Paypal-Konto, das gaben 80 Prozent der Befragten an - aber auch das Gefühl etwa Sinnnvolles zu tun, beispielsweise für den Umweltschutz, kann Nutzer dazu motivieren an einer Online-Umfrage teilzunehmen. So landet auf Platz zwei der beliebtesten Inventives die Baumspende für ein Klimaschutzprojekt (64 Prozent). Auf Platz drei folgt die Ein-Euro-Spende für ein SOS-Kinderdorf, das würde 61 Prozent der Befragten von einer Umfrageteilnahme überzeugen.

Fragen beantworten und Gutes dabei tun

Beliebt sind außerdem die Teilnahme an einer Verlosung von Amazon-Gutscheinen (54 Prozent), eine Ein-Euro-Spende an Greenpeace (52 Prozent), ein Ein-Euro Gutschein für Dienste wie Google Play oder iTunes (49 Prozent) sowie 10-Prozent-Rabattcodes für einen Anbieter (48 Prozent). Dagegen begnügen sich nur 22 Prozent der Befragten mit einem einfachen Dankeschön vom Marktforschungsinstitut.
"Anreize wie Baumspenden erhöhen nicht nur die Teilnahmebereitschaft an sich und dadurch die Fallzahl. Mit einem nachhaltigen Incentivierungskonzept lassen sich auch Menschen überzeugen, die sonst nicht an Online-Befragungen teilnehmen. Dadurch nähert sich die Stichprobe noch mehr der Online Soziodemografie und die Qualität der Studienaussagen steigt", sagt Sandra Gärtner, Geschäftsführerin von GreenAdz.
Ein wichtiger Aspekt für die Teilnahmebereitschaft ist außerdem Transparenz. Der Studie zufolge verweigern vier von zehn Befragten die Teilnahme an Online-Umfragen vor allem aufgrund mangelnder Klarheit zum Auftraggeber (81 Prozent) oder dem Umfrageziel (74 Prozent). Mehr als drei Viertel, nämlich 78 Prozent, stört außerdem der Befragungsaufruf über ein Pop-up-Fenster. Die repräsentative Studie basiert auf Angaben von 512 Online-Nutzer im April 2015, die über ein Online-Access-Panel rekrutiert wurden.

Nachhaltigkeit ist ein gerne benutzter Begriff, besonders für Marketing-Zwecke. Aber was ist Webshoppern bei dem Thema wichtig und wie können Online-Händler sich in puncto Nachhaltigkeit profilieren? Antworten gibt die ECC-Studie "Nachhaltigkeit im Online-Handel - Die Rolle von Ausgestaltung und Kommunikation".



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