Videomonetarisierung 07.04.2017, 08:55 Uhr

YouTube führt 10.000 Ansichten-Schwelle ein

Noch eine weitere Maßnahme, um fragwürdige Inhalte zu vermeiden: YouTube erlaubt die Monetarisierung von Videoinhalten erst ab 10.000 Videoansichten.
(Quelle: Fotolia.com/Thomas Pajot)
YouTube unternimmt einen weiteren Schritt, um sicherzustellen, dass Anzeigen in seinem Netzwerk nicht neben fragwürdigen Inhalten erscheinen. Das Videoportal erlaubt keine Werbeeinblendungen auf Kanälen, die weniger als 10.000 Ansichten verzeichnen.
Gegenüber dem Wall Street Journal erklärte YouTube, die Maßnahme sei seit November 2016 in Entwicklung gewesen. Absicht der Änderung sei, solche Kanäle zu blockieren, die nicht-originäre Inhalte verbreiten und somit Einnahmen von den rechtmäßigen Content Creators abgreifen, so YouTube in einem Beitrag im Creator Blog.

Teilnahme am YouTube Werbeprogramm

Die Teilnahme an YouTube Werbeprogramm war bisher relativ einfach: Sobald ein Nutzer ein Konto eröffnet hatte, konnte die Werbeeinblendung neben Videos aktiviert - und damit Geld gemacht werden. Mit der Einführung der 10.000 Ansichten-Schwelle will YouTube sich nun selbst Zeit geben, Kanäle auf ihre Seriosität zu überprüfen, bevor auf ihnen Werbeeinblendungen stattfinden.
Denn wenn Ads auf der Basis von Algorithmen eingespielt werden, fallen beispielsweise Videos aus der Gruppe der möglichen Werbeumfelder hinaus, die bisher wenig Interesse gefunden haben. Und die Zahl derer, die es über die 10.000 Ansichten-Hürde schaffen, ist vermutlich gering genug, dass YouTube eine redaktionelle Überprüfung stemmen kann.
Bereits gestern war bekannt geworden, dass ComScore jetzt YouTube Werbeumfelder überprüft.

Verdienen YouTube-Stars wirklich die Millionen, von denen in den Medien gerne die Rede ist? Die zehn Videomacher, die laut Forbes zu den Bestverdienern 2016 gehören, in jedem Fall. Sie kommen auf ein Gesamteinkommen von 70,5 Millionen US-Dollar.




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