Yahoo-Verkauf 20.05.2016, 09:00 Uhr

Auktionsgebote niedriger als erwartet

Anfang Juni 2016 dürfte mit den Geboten für Yahoos Kerngeschäft gerechnet werden. Doch mit zwei bis drei Milliarden US-Dollar liegen die vermuteten Gebote weit unter den Erwartungen.
(Quelle: shutterstock.com/Katherine Welles)
Dass Yahoos Kerngeschäft unter den Hammer kommt, steht bereits fest. Doch wann und in welcher Höhe die Gebot eingehen, war bisher noch nicht bekannt. Nach Informationen des Wall Street Journals werden nun in der ersten Juniwoche die Gebote erwartet. Ob es sich dabei jedoch um die endgültige Auktionsrunde handelt, ist bisher noch unklar.
Während der Kaufpreis für das Yahoo-Kerngeschäft bisher auf vier bis acht Milliarden US-Dollar beziffert worden war, scheinen die Bieter nun aber weit niedriger zu pokern. Nach Informationen von Insidern liegen die Gebote von Verizon und anderen Bietern zwischen zwei und drei Milliarden US-Dollar. Neben Verizon sollen dabei auch der Firmenaufkaufsspezialist TPG und eine Investorengruppe mit Unternehmen wie Bain Capital, Vista Equity und dem kurzzeitigen Yahoo-Interims-CEO Ross Leinsohn zu den Interessenten gehören.
Für die potenziellen Übernahmekandidaten hat Yahoo mittlerweile Einblick in seine Daten gewährt. Problematisch bei der Bezifferung des Kerngeschäfts bleibt dabei die Tatsache, dass derzeit ein Großteil des Wertes auf den Anteilen Yahoos an Alibaba und Yahoo Japan basiert. 
Auch der Umsatzrückgang im ersten Quartal 2016 dürfte sich negativ auf die Übernahmegebote auswirken. Mitte April 2016 war die erste Abgabefrist für Kaufangebote abgelaufen. 



Das könnte Sie auch interessieren