Werbeausgaben in Deutschland 16.03.2017, 11:00 Uhr

Digital Spendings 2017: Mobile macht mehr als 50 Prozent aus

In Deutschland sollen in diesem Jahr zum ersten Mal mehr als der Hälfte der digitalen Werbeausgaben in mobile Anzeigen fließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von eMarketer.
(Quelle: shutterstock.com/Stuart Miles)
Zum ersten Mal werden die Mobile-Werbe-Spendings 2017 in Deutschland 3,2 Milliarden Euro erreichen. Das entspricht mehr als der Hälfte der gesamten digitalen Werbeausgaben (57,2 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine Prognose von eMarketer.
Mobile Werbeausgaben in Deutschland von 2015 bis 2021
(Quelle: eMarketer)
Die gesamten Werbeausgaben in Deutschland - also sowohl online als auch offline - werden sich 2017 auf insgesamt 18,4 Milliarden Euro belaufen. Das entspricht einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 1,4 Prozent. Der Anteil der digitalen Werbe-Spendings beträgt dabei rund 30 Prozent - das sind 5,5 Milliarden Euro.

TV überholt Print

Dass im digitalen Bereich am meisten Geld in mobile Werbung gesteckt wird, ist allerdings nicht die einzige Veränderung: Print-Medien schneiden im Vergleich zu digitalen Medien besser ab als in anderen europäischen Ländern. Grund dafür sollen die demographischen Entwicklungen sein. Die Deutschen werden immer älter und verfügen über eine vergleichsweise hohen Bildungsgrad.
Dennoch ist Print im Sinkflug: In diesem Jahr soll es einen Wendepunkt geben. Erstmals werden die Werbeausgaben für Print-Anzeigen hinter denen für TV-Werbung liegen. In Print-Werbung soll 2017 gut 4,4 Milliarden Euro investiert werden. Nach Prognose von eMarketer wird TV-Werbung ein Wachstum von 2,5 Prozent verzeichnen. Das entspricht 4,6 Milliarden Euro. Damit fließen dann mehr als 25 Prozent der Werbeausgaben in Deutschland in TV-Werbung.
"Der deutsche Werbemarkt ist ausgewogen und bietet Unternehmen ein breites Spektrum an Werbeformaten, mit denen sie verschiedene Zielgruppen erreichen können. Natürlich werden aber immer mehr Advertiser in digitale Werbung investieren - insbesondere in Mobile Ads", so das Fazit von Karin von Abrams, Analystin bei eMarketer.



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