Storytelling, Vertising und Co 16.11.2015, 11:35 Uhr

7 Namen für die neue digitale Werbewelt

Advertising, Werbung - alles Begriffe, die dem immer komplexer werdenden Marketing-Geschäft nicht mehr gerecht werden. Sieben neue Namen, die versuchen, die neue Welt der Anzeigen - augenzwinkernd - einzuordnen.
(Quelle: shutterstock.com/Bplanet)
Advertising, Werbung, Anzeigen: Begriffe, die längst nicht mehr genügen, um die Welt der Display-Ads, Branding- und Performance-Kampagnen oder Social-Media-Maßnahmen vollständig zu umfassen. Infotainment ist das Schlagwort der Stunde, Werbung muss unterhalten und dabei gleichzeitig noch informativ sein.
Auf der Advertising Week im Oktober 2015 in New York forderte daher auch Martin Sorrel, Chef von WPP: "Wir müssen Werbung neu benennen, der Begriff ist veraltet. Hinzu kommt, dass gut 75 Prozent unserer Einnahmen inzwischen von Kanälen und Formaten generiert werden, die Don Draper nicht verstehen würde."
Wie die Lösung nun genau aussehen soll, erklärte Sorrel nicht. Daher liefert der Werbetexter Mark Duffy sieben - mehr oder weniger ernst gemeinte - Vorschläge, wie sich Werbung auch beschreiben lässt.
  • Storytelling
    Dieser Begriff ist alles andere als neu. Er beschreibt aber immer noch gut den aktuellen Versuch von Agenturen, Unternehmen und Kreativen, gerade digitale Werbung so zu gestalten, dass Marken zu Geschichtenerzählern werden. Die reine Produktvorstellung gerät in den Hintergrund. Storytelling selbst ist so alt wie die Werbung. Duffy urteilt hart: "Storytelling klingt erst einmal toll und spannend. Das Problem dabei ist aber, dass diese 'Geschichten' die Marke nicht wirklich gut verkaufen und oft unfassbar langweilig sind"

  • Radvertising
    "Ergänze einfach einen Buchstaben und - Boom - klingt das ganze cool und nicht mehr so schäbig“, so Duffys kurze Erklärung
  • Engagementalization
    Die Adtech-Branche bemüht sich derzeit verzweifelt, Werbung in Wissenschaft zu verwandeln. Es scheint fast so, als wollten sie es für die Kunden schwieriger machen als es ohnehin schon ist, so Duffy. Dieses neue Buzzword soll diesen unsinnigen Versuch widerspiegeln.

  • Sorrelling
    Wir müssen unser digitales Sorreling-Budget aufstocken, meint Duffy. "Kreativität ohne Strategie nennt man Kunst. Kreativität mit Strategie nennt man Sorrelling”, so der Werbetexter.

  • Razzmatazzing
    Diese Wortschöpfung Duffys darf eher als lustiger Gag verstanden werden, getreu dem Motto: "Ersetze ein bekanntes Wort durch ein lustiges neues ohne jeglichen Sinn." Duffys Beispielsatz: "Geschäfte ohne Razzmatazzing zu machen, ist so, als ob man einem Mädchen im Dunkeln zuzwinkert. Du weißt, was du machst - aber niemand sonst weiß es."

  • Brandalism
    Der Begriff wird in Großbritannien bereits genutzt, und steht für die Wortkombination aus Brand und Vandalismus. Der Begriff wendet sich gegen die fortschreitende Kommerzialisierung öffentlicher Institutionen wie etwa Universitäten. Für Werbungtreibende wird Brandalism zunehmend interessant aufgrund der genauen Erreichbarkeit der Zielgruppe.

  • Vertising
    Einfach das "ad" weglassen und und die Betonung auf die zweite Silbe setzen. Laut Duffy: "Perfekt".



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