Meine Top-Kampagne
15.01.2018, 08:11 Uhr

Wenn das Smartphone zum Shaker wird

In regelmäßigen Abständen bewerten und analysieren Experten aus der Digitalbranche exklusiv für uns aktuelle Werbekampagnen. Diese Woche kommentiert Clément Favier, Managing Director Deutschland bei Adikteev.
Clément Favier, Managing Director Deutschland bei Adikteev
Smartphones bieten ideale Voraussetzungen für multimediale und -sensorische Werbung. Leider reizen mobile Kampagnen dieses Potenzial selten aus. Umso erfrischender war die "Shake me"-Kampagne für das Portal "Das Örtliche". Ein neues interaktives Audioformat sollte Downloads für die App generieren. Über Audiospots in den Apps von Antenne ­Bayern und Rock Antenne wurden Hörer aufgefordert, ihr Smartphone zu schütteln.
Ohne dass ein Klick auf eine Display­anzeige nötig war, gelangten die Nutzer ­direkt über die Schüttelfunktion in den Google Play Store oder App Store, wo sie die App herunterladen konnten. Das ­Targeting erfolgte nach Gerätetypen: Da sich die Art der Interaktion eher für Smart­phones als Tablets eignet, wurde der Spot nur an Mobiltelefone ausgespielt.
Die ­dreiwöchige Kampagne generierte 500.000 AdImpressions, 5.560 Hörer sind dem Shake-Aufruf gefolgt. Das entspricht einer Interaktionsrate von 1,1 Prozent. Der ­Erfolg ist verdient, denn die Kampagne sticht durch ihr intelligentes Spiel mit ­Audio und motorischem Impuls heraus.
Das Format erlaubt über Targeting nach Geodaten perspektivisch auch Cross-Channel-Szenarien, indem sich Kunden beispielsweise Rabattcodes zu lokalen ­Geschäften in ihrer Nähe "erschütteln". Ich halte den Ansatz für vielversprechend, denn so stelle ich mir mobile Werbung der Zukunft vor: interaktiv und unter­haltsam.



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