100/1 statt 50/1 05.10.2017, 14:11 Uhr

GroupM Deutschland: Neue Viewability-Standards im Display-Bereich

Werbung, die nicht gesehen wird, besitzt keinen Wert. Das sagt die Media-Holding GroupM, die ab sofort für ihre Kunden neue Viewability-Standards für den Display-Bereich einführt: 100/1 statt dem gängigen IAB/MRC-Standard 50/1.
(Quelle: Fotolia.com/Sergey Nivens)
GroupM führt nun auch in Deutschland neue Viewability-Standards für den Display-Bereich ein. Bisher galt hier der gängige IAB/MRC-Standard, der besagt, dass ein digitales Display-Werbemittel als sichtbar und somit als abrechenbar gilt, wenn der Nutzer die Hälfte der Werbefläche eines Ads (50 Prozent der Pixel) für mindestens eine Sekunde hätte sehen können (50/1). GroupM arbeitet ab sofort mit einem höheren Standard: Ein Display Ad wird erst dann als "gesehen" gezählt und dem Kunden in Rechnung gestellt, wenn 100 Prozent der Pixel für mindestens eine Sekunde sichtbar waren - also 100/1.
Der neue Sichtbarkeitsmaßstab von GroupM wurde nach eigenen Angaben in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit zahlreichen Vermarktern und weiteren Marktteilnehmern definiert. Auch konkrete Formen der Zusammenarbeit gibt es schon: Vermarkter wie BurdaForward Advertising, G+J e|MS, IP Deutschland und SevenOne Media würden die Initiative unterstützen und GroupM-Kunden optional den vTKP (viewable Tausend-Kontakt-Preis) anbieten. Abgerechnet werden dann nur Kontakte, die nachweislich den GroupM Display-Standard erfüllen.

Die erste vTKP-Kampagne

Die erste vTKP-Kampagne läuft seit August: Der Kunde Nestlé hat dafür mit der eigens von MediaCom gegründeten Agentur Path (People at the Heart) zusammengearbeitet. "Der neue Standard 100/1 hilft uns sicherzustellen, dass die gesamte Werbefläche mit ihrer kompletten kreativen Botschaft sichtbar ist. Eine wichtige Grundlage für die weitere Interaktion unserer Konsumenten mit unseren Produkten", so Maike Abel, Head of Media Communication, Nestlé Deutschland.
Der Schritt erfolgt im Zuge der jüngst von GroupM auf internationalem Level gestarteten Viewability-Standards. In Deutschland arbeitet das Unternehmen mit Meetrics zusammen, um die Sichtbarkeit der im Auftrag der Kunden platzierten digitalen Display-Anzeigen zu messen.
"Ziel von GroupM und aller unserer Agenturen ist es, den Kunden die beste Qualität im digitalen Werbemarkt anzubieten. Nur eine Werbung, die gesehen werden kann, hat auch einen Wert", fasst Bastian Lesser, Head of Digital Investments, GroupM Germany, zusammen. "Diese Initiative schafft erst einmal einen einheitlichen, hohen Standard, den wir zusammen mit Kunden und Vermarktern ausbauen und weiterentwickeln. Sichtbarkeit ist Grundlage von Qualität."
GroupM hat darüber hinaus auch schon globale Standards für die Sichtbarkeit von Digital Video eingeführt und will diese nach erfolgreicher Etablierung des Display-Standards auch in Deutschland nach und nach einführen.



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