Prognose zu Netto-Werbeinvestitionen 29.04.2013, 14:32 Uhr

Stärkster Treiber ist die Online-Werbung

Der globale Werbemarkt wächst bis 2015 wieder schneller als im vergangenen Jahr; erwartet wird ein Wachstum von rund vier Prozent in diesem Jahr und knapp sechs Prozent in 2015. Das prognostiziert Zenith Optimedia in ihrem aktuellen "Advertising Expenditure Forecast". Stärkster Wachstumstreiber ist demnach die Online-Werbung, vor allem Online-Video und Social Media sollen auftrumpfen.
Gute Aussichten für den Werbemarkt
Aufstrebenden Länder wie Lateinamerika, Osteuropa und Asien ist es zu verdanken, dass die Netto‐Werbeinvestitionen bis 2015 deutlich ansteigen. Das prognostiziert zumindest die Mediaagenturgruppe Zenith Optimedia in ihrer aktuellen Studie "Advertising Expenditure Forecast". Im laufenden Jahr wird in den neuen Märkten ein Wachstum von 3,9 Prozent erwartet, in 2015 sollen sich die Investitionen in Werbung um 5,6 Prozent erhöhen. Doch auch die etablierten Märkte, die zuletzt stark unter der Eurokrise litten, sollen sich mit einem Wachstum von bis zu 3,5 Prozent in 2015 positiv entwickeln.
Der stärkste Wachstumstreiber ist dabei Online-Werbung. Laut Frank‐Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia konnte die Agentur im vergangenen Jahr ein Online‐Wachstum von 11,2 Prozent feststellen, für das laufende Jahr sei ein Wachstum auf ähnlichem Niveau zu erwarten. Vor allem Video und Social Media sollen stark wachsen, weltweit jährlich um 30 Prozent. Grund für den Anstieg seien die fortschreitenden technischen Innovationen und neuer Services wie Lokalisierung sowie wachsender Ausspielmöglichkeiten auf mobilen Endgeräten. "Dagegen werden die Zeitungen mit Minus 3,7 Prozent und die Zeitschriften mit Minus 2,5 Prozent weiter verlieren. Bereits 2015 wird das Internet zum stärksten Werbeträger in Deutschland avancieren. Für ein Zeitungsland wie Deutschland sind das bittere Erkenntnisse", so Lortz.
Im Ranking der Top-Ten-Werbemärkte sind es auch 2015 noch USA, Japan, China und Deutschland, die die ersten vier Plätze belegen. Auf den Folgeplätzen verdrängt Brasilien Großbritannien von Platz fünf auf Platz sechs, und Russland zieht neu auf Platz sieben ein, so dass sich Kanada (2012 noch Platz neun) aus den Top 10 verabschiedet und Frankreich von Platz sieben auf Platz neun fällt. Australien bleibt auf Platz acht, Südkorea auf Platz zehn.



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