Marketing für Frauen sollte eine Geschichte erzählen 25.06.2010, 11:39 Uhr

Genderforschung zu Onlinewerbung

Frauen stehen Internetwerbung generell aufgeschlossener gegenüber als Männer. Um mit einer grafischen Anzeige bei beiden Geschlechtern erfolgreich zu sein, sollte sie sowohl ästhetisch gestaltet sein als auch klare Botschaften enthalten.
Videowerbung für Frauen sollte eine Geschichte erzählen Foto:fotolia.com/Dark Vectorangel
Das zeigt eine Studie, die der Vermarkter InteractiveMedia zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen phaydon durchgeführt hat. Eine männliche Zielgruppe mit Display-Ads zu erreichen fällt aufgrund ihrer höheren Wahrnehmungsschwelle schwerer. Sie seien durch die parallele Nutzung verschiedener Medien schneller abgelenkt und deshalb schwerer visuell anzusprechen. Dafür eignen sich vor allem großflächige aber unaufdringliche Werbeformen. Aufgrund des analytisch-logischen Wahrnehmungsstils präferieren Männer klare Informationen. Innerhalb von Videoads wollen die Nutzer transparente Steuerungsmöglichkeiten. Ebenfalls sehr wichtig ist dieser Zielgruppe, dass die Werbung klar vom Content abgegrenzt wird.
Frauen beurteilen dagegen die Vermischung von Werbung und Content weitaus weniger kritisch als Männer. Sie bevorzugen Werbung, der ein ganzheitliches Konzept zugrunde liegt. Ebenso wichtig sind ihnen eine ästhetische Gestaltung und eine emotionale Komponente. Ein besonderes Interesse bei Nutzerinnen erregen beispielsweise Specials oder Werbeformen wie das Expandable Ad. Aber auch in den Contentbereich integrierte Werbeformen wie das Medium Rectangle kommen bei Frauen gut an. Bewegtbildwerbung kommt laut der Untersuchung bei männlichen Usern ebenso gut an wie bei weiblichen.
Die ökonomische Relevanz der Zielgruppe der weiblichen Internetznutzer ist schon lange unbestritten“, sagt Daniel Schmeißer, Managing Director bei phaydon, „Die psychologische Genderforschung bietet die Grundlage, um effektivere Kampagnen zu entwickeln, die übrigens auch den Userinnen mehr Spaß machen.“ Die kompletten Ergebnisse der Studie stehen auf der Website der Telekom-Tochter InteractiveMedia zum Download bereit.



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