Steigerungspotential bei KMU-Webseiten

KMU-Webseiten mit den Internet-Riesen verknüpfen

Mangelndes Wissen und Überforderung - schon große Unternehmen, das zeigen Umfragen, geraten mit der komplexen Multichannel-Welt und dem Tempo, mit dem neue Kanäle entstehen und wieder verschwinden, an den Rand ihrer Kapazitäten. Bei Betrieben mit 50 oder weniger Mitarbeitern fehlt es erst recht an Know-how und den Ressourcen, um die digitale Marketingklaviatur zu bedienen. Viele ­lagern deshalb aus - und fühlen sich plötzlich vom Dienstleister abhängig. Doch Alternativen sind keine in Sicht.
"Ganz klar: Der Trend wird sich dahin entwickeln, dass jedes Unternehmen - egal welcher Größe - im Internet vertreten ist", sagt Rudolf Schneider, General Manager bei Telegate. "Hier gilt es dann, die KMU Webseiten so mit den Internet-Riesen Google und Facebook zu verknüpfen, dass Verbraucher sie schnell finden und nutzen." Das aber sei für kleine und mittelständische Unternehmen, die keine Online-Experten beschäftigen, schlicht nicht möglich.  

Hilfe für Unternehmen bei ihren KMU Webseiten

Zum Geschäftsmodell von Unternehmen wie Telegate zählt es, den KMU mit ihren Webseiten unter die Arme zu greifen und sie mit der Grundausstattung fürs Web auszurüsten. Dazu zählt der italienische Restaurant­besitzer in München ebenso wie der Textilladen in Aachen. Während Ersterer nun ­eine ansprechende KMU-Website samt Videoclip und aktueller Speisekarte offeriert, ist der Handarbeitsladen inzwischen mit einem gut gehenden Online-Shop im Netz. "Seitdem ich im Internet werbe, habe ich spürbar mehr Gäste gewinnen können", versichert Davide Capodieci, ­Inhaber des Ristorante La Fontana.
Es gibt viele Beispiele, die zeigen, wie ­effektiv digitale Marketingmaßnahmen sein können: vom Friseur mit der Facebook-Präsenz über die Arztpraxis, die auf ihrer KMU-Webseite eine digitale Anmeldung pflegt, bis hin zum Anbieter mittelalterlicher Kleidung, der im Netz eine Community aufgebaut hat. "Für kleine und mittlere Betriebe ist klassische TV- oder Radiowerbung entweder zu teuer oder nicht zielführend", meint Michael Schöttler. "Über Online-Marketing-Maßnahmen können sie aber gezielt die Kanäle ansteuern, in denen sich die Zielgruppe des Unternehmens befindet."
Ein Beispiel für die Effizienz einer systematischen Ansprache hat soeben Twitter vorgelegt. Das Unternehmen befragte 500 Personen, die auf Twitter einem Unternehmen kleiner oder mittlerer Größe folgen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Präsenz tatsächlich den Umsatz ankurbeln kann. 70 Prozent der Befragten gaben an, dass Twitter der Grund war, warum sie bei dem KMU, dem sie folgen, etwas gekauft ­haben. Und 91 Prozent sagten, demnächst dort ­einen Kauf tätigen zu wollen.



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