Kundenbewertungen: Großer Einfluss auf Kaufentscheidung

Euphorische Kundenbewertungen wirken verdächtig

(Quelle: Tomorrow Focus Media)
 Es darf also nicht nur positiv sein. "Durchgängig euphorische Kundenbewertungen entsprechen nicht den Alltagserfahrungen und erwecken schnell den Anschein der Manipulation", betont Christian Bachem, Partner der Companion Strategieberatung in Berlin.
Zudem gelten Kundenbewertungen nur als relevant, wenn sich bereits zahlreiche User dazu geäußert haben. Und drittens gilt: "Kunden nehmen Kommentare dann ernst, wenn sie in sich schlüssig sind und im Kontext anderer Kundenbewertungen plausibel erscheinen", so Bachem.
Was aber bedeuten diese Tatsachen für Unternehmen die damit leben müssen, dass sie von Kunden bewertet werden? Sollten sie sich darauf verlassen, dass ­ihnen die Käufer überwiegend wohlwollend gesinnt sind? Sollten sie ihren gesamten Bekanntenkreis dazu auffordern, sich auf den einschlägigen Portalen positiv zu äußern oder sollten sie sich professionelle Unterstützung suchen?
Susanne Büttner, Marketingberaterin aus Unterschleißheim bei München, hat eine Liste mit Tipps zusammengestellt, wie Unternehmen Kundenbewertungen und Portale für ihr Marketing nutzen können (siehe Seite 5).
Danach ist es erst einmal wichtig, die Bewertungsportale als Chance zu begreifen und die Kunden zu positiven Kritiken aufzufordern. "Ich habe kürzlich bei einem Arzt an der Empfangstheke kleine blaue Kärtchen von ­Jameda liegen sehen", so Büttner. "Und in einem Lokal wurde völlig unaufdringlich für eine Yelp-Kundenbewertungen geworben."
Viele Portalbetreiber bieten zu diesem Zweck kostenloses Werbematerial an. "Der wirksamste Schutz gegen schlechte Kundenbewertungen ist es, für positive Bewertungen zu sorgen", bestätigt Christian Bachem.



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