Q1 bis Q3 2016 10.11.2016, 09:10 Uhr

Dank Digital und OOH: Ströer schafft Gewinnplus von über 45 Prozent

Ein Umsatzplus von fast 39 Prozent und ein Gewinnplus von über 45 Prozent: Digital-Vermarkter Ströer präsentiert seine Zahlen für die ersten neun Monate 2016.
Ströer-CEO Udo Müller erwartet auch für 2017 erfolgreiche Geschäfte
(Quelle: Ströer )
Läuft wieder einmal bei Ströer: Auch in den ersten drei Quartalen dieses Jahres kann der einstige Vermarkter für Außenwerbung gute Zahlen präsentieren. In den ersten neun Monaten 2016 ist der Umsatz um 38,4 Prozent auf 765,7 Millionen Euro gestiegen. Grund dafür ist laut Ströer das Wachstum in den Segmenten OOH Deutschland und Digital. Die Ströer Gruppe verzeichnete damit in den ersten neun Monaten 2016 ein organisches Umsatzwachstum von 7,4 Prozent.
 
Im laufenden Jahr investierte Ströer stark in den Lokalvertrieb in Deutschland sowie in das Digitalgeschäft. Trotzdem wuchs das Operational EBITDA um stolze 45,7 Prozent auf 177,5 Millionen Euro. Die Operational EBITDA-Marge steigerte sich damit von 21,6 Prozent im Vorjahr auf 22,9 Prozent zum Ende des dritten Quartals 2016. Das bereinigte Ergebnis der ersten neun Monate 2016 stieg um 67,7 Prozent auf 88,9 Millionen Euro.
 
Ströer-CEO Udo Müller erwartet auch für das kommende Jahr eine gute Geschäftsentwicklung. "Wir bestätigen unsere aktuelle Guidance von mehr als 280 Millionen Euro Operational EBITDA bei einem Konzernumsatz von 1,15 Milliarden Euro für 2016. Für 2017 erwarten wir einen Konzernumsatz von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro und ein Operational EBITDA von mehr als 320 Millionen Euro."

Das digitale Segment

Gut lief es in diesem Jahr vor allem im Bereich Ströer Digital, in das auch die zuletzt getätigten Investitionen in das neue Produktsegment Transactional mit einfließen.
 
Der Umsatz im Segment Digital ist bei einem organischen Umsatzwachstum von 9,6 Prozent in den ersten neun Monaten 2016 auf 333,4 Millionen Euro angestiegen. Das Operational EBITDA steigerte sich in den ersten drei Quartalen von 37,8 Millionen Euro auf 89,7 Millionen Euro. Die Operational EBITDA Marge beläuft sich auf 26,9 Prozent.

Börse

An der Börse könnten die Zahlen für eine Fortsetzung der leichten Erholung in den vergangenen Wochen sorgen. Die Aktie ist im bisherigen Jahresverlauf wegen Vorwürfen des Hedgefonds Muddy Waters, die Kennziffern für das Wachstum zu beschönigen, stark abgestürzt. Mit einem Minus von 30 Prozent ist das Papier seit Ende 2015 der größte Verlierer im MDax.
Muddy Waters ist für kritische Berichte und Leerverkaufsempfehlungen bekannt. Leerverkäufer sind Spekulanten, die auf fallende Kurse wetten und damit Geld verdienen wollen. Die Telekom hält seit dem Verkauf von T-Online knapp 12 Prozent der Ströer-Aktien.

Ströer hat sich laut Agof internet facts zum größten deutschen Digital-Vermarkter entwickelt. Zusammen mit Interactive Media kann das Unternehmen zum Branchen-Star werden. So sah der Weg dorthin aus.




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