Neue Werbeformate geplant 20.05.2014, 08:46 Uhr

Publicis und Facebook werden Partner

Es ist einer der größten Deals zwischen einer Marketingagentur und einer Tech-Firma: Facebook und Publicis kooperieren. Das soziale Netzwerk dringt unterdessen immer weiter in die Privatsphäre vor.
(Quelle: Shutterstock.com/JuliusKiela )
Über die finanzielle Dimension des Deals wurde bisher geschwiegen, aber sie dürfte riesig sein: Facebook und Publicis schließen eine Partnerschaft. Brancheninsider schätzen, dass der Vertrag eine halbe Milliarde US-Dollar in Werbeausgaben umfassen dürfte, so Adage. Die Kooperation ist auf mehrere Jahre angelegt.
Bei der Zusammenarbeit gehe es um die gemeinsame Entwicklung von Produkten in den Bereichen Datenauswertung, Video und Fotos. Das schließe sowohl Facebook als auch Instagram ein, so Laura Desmond, CEO der Publicis-Tochter Starcom MediaVest Group, die an den Verhandlungen beteiligt war. Zunächst ist der Deal auf den nordamerikanischen Markt begrenzt.
Publicis konzentriert damit nicht nur sein Werbebudget aus den Mediennetzwerken Starcom und Zenith Optimedia auf Facebook, sondern auch das von digitalen Shops, die von den Agenturen Digitas, Razorfish und Rosetta betreut werden. Viele Kunden aus dem Publicis-Potfolio dürften damit in den Genuss von Sonderkonditionen zur Werbung auf Facebook kommen.
Nähere Einzelheiten über die konkrete Form der Zusammenarbeit gaben die beiden Unternehmen bisher nicht preis. Laut Adage sollen die Publicis-Shops jedoch Zugang zu Facebook Insight bekommen und in Zusammenarbeit mit den Facebook-Developern eigene Inhalte und Werbeformate für Instagram entwickeln. Facebook hatte bisher vor allem Partnerschaften auf technischer Ebene geschlossen, zum Beispiel mit Websense.

Wenn Unternehmen auf Facebook nicht nur Produkte bewerben, sondern interessante Geschichten erzählen, werden sie nicht selten dafür belohnt. INTERNET World Business zeigt gelungene Beispiele.

Facebook möchte unterdessen noch mehr Persönliches über seine Mitglieder erfahren - und spannt dazu deren Freunde ein. Einige Nutzer bekommen BusinessInsider zufolge auf den Profilseiten ihrer Freunde einen Button angezeigt, über den sie den Beziehungsstatus abfragen können. Wer drauf klickt, kann einen Grund angeben, warum er nach dem Liebesleben fragt.

Bilder, Telefonnummern, Zugriffsrechte - Facebook-Mitglieder sollten genau festlegen, wer welche Informationen sehen darf. Das gilt besonders für jene, die das Netzwerk beruflich und privat nutzen.




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