Kampagnen inhouse umsetzen 01.02.2017, 09:40 Uhr

Snapchat launcht neue AdTech-Plattform

Snapchat geht mit seiner ersten Self-Service-Werbeplattform an den Start. Mit ihr sollen Agenturen und Werbungtreibende Kampagnen eigenständig buchen können und so eine bessere Kontrolle über Budgets bekommen.
(Quelle: Shutterstock.com/Gil C)
Snapchat orientiert sich an Facebook und launcht eine neue Werbeplattform für Agenturen und Werbungtreibende. Mit ihr sollen Kunden Kampagnen inhouse anlegen, organisieren und verwalten können. Das wiederum soll bessere Kontrollmöglichkeiten bieten, gerade was die Budgets angeht.
Eine Werbe-API gibt es bei Snapchat bereits seit Juni 2016. Mit dem offiziellen Launch der Self-Service-Plattform können Werbeflächen nun erstmals über Drittanbieter gekauft werden. Statt einen direkten Deal mit Snapchat zu machen, können Werbungtreibende über die Software von Dritten ihre Werbeplätze kaufen und Video-Kampagnen verwalten.
Rund 100 Marken würden schon die Snapchat API nutzen, aktuell sollen 16 AdTech-Partner an Bord sein, darunter Kenshoo, Kinetic, AdParlor, HyFn und Videology, berichtet marketingland.com. Sie haben auch schon mit Facebook zusammengearbeitet.

Neue Werbekunden gewinnen

Snapchat prescht mit seiner Werbeplattform 2.0 weiter auf dem digitalen Werbemarkt vor. Mit dem neuen Dienst will das Unternehmen nun auch die Werbungtreibenden locken, die grundsätzlich Interesse an Snapchat-Kampagnen haben, diese bislang aber aufgrund fehlender Möglichkeiten nicht umgesetzt haben. Der neue Service soll Probleme wie mangelnde umfangreiche Reportings oder zu wenig flexible Mediaeinkäufe beheben.
Das Grundprinzip dahinter ähnelt Facebook. Das soziale Netzwerk bietet Werbungtreibenden mit seiner Self-Service-Plattform die Möglichkeit zum Gestalten und Verwalten von Facebook-Seiten und Werbe-Accounts.

Copycats und Börse

Facebook indes ist nicht minder fleißig beim Kopieren. Der Konzern von Mark Zuckerberg führt beispielsweise die Facebook Stories ein, die wie bereits schon die Instagram Stories an die Snapchat Stories angelehnt sind. Das Format, das Snap-Gründer Evan Spiegel bereits 2013 einführte, beruht auf Foto- und Video-Inhalten, die in einer Geschichte - "Story" - gebündelt werden. Das Kennzeichen des Features ist die Vergänglichkeit. Nach 24 Stunden verschwinden die Inhalte.
Snap, der Mutterkonzern von Snapchat, will noch am Ende dieser Woche seinen Antrag auf Börsenzulassung einreichen. Mit der IPO will das Unternehmen auf eine Bewertung von 25 Milliarden US-Dollar kommen.



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