Internationaler E-Commerce 02.12.2013, 08:25 Uhr

Zehn Tipps zur Keyword-Lokalisierung

Trotz der (scheinbaren) Dominanz des Englischen im Netz bevorzugen es die meisten Surfer, Informationen in ihrer Muttersprache zu erhalten. Dies gilt insbesondere im E-Commerce. Händler werden daher nicht umhinkommen, Seiten in verschiedenen Sprachen zu betreiben, wenn sie international verkaufen wollen. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Auswahl der richtigen Keywords in der jeweiligen Sprache. Zehn Tipps gibt Christian Arno, Gründer von Lingo24, das professionelle Übersetzungen anbietet.
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1. Übersetzen Sie Keywords nicht einfach nur
Vermutlich haben Sie bereits Keywords, die Sie auf der deutschen Version Ihrer Website verwenden und die sich im Idealfall sogar schon bewährt haben. Wenn Sie eine Version Ihrer Seite in einer neuen Sprache schaffen, reicht es nicht, diese mit einem Wörterbuch zu übersetzen. Sie müssen vielmehr recherchieren, welche(s) der oft mehreren Wörter, die es für das jeweilige Wort in der Zielsprache gibt, von deren Sprechern für die Suche im Netz verwendet wird. Beispielsweise wäre "Fernsprecher" eine durchaus richtige Übersetzung für das englische Wort "telephone". Würde man es jedoch als Keyword in der deutschen Version einer englischen Seite verwenden, auf der man Telefone kaufen kann, wäre dies ein Fehler. Denn tatsächlich sucht man in Deutschland mit dem Wort "Telefon", wenn man sich ein solches im Netz kaufen will.
2. Gehen Sie nicht in die Denglizismen-Falle
"Handy" oder "Oldtimer" klingen englisch, sind es aber nicht. Es sind "denglische" oder pseudoenglische Worte, die kein Muttersprachler für die Dinge verwenden würde, für die wir sie benutzen. Ein Brite sucht nach "mobile phone" oder "mobile", ein Amerikaner nach "cellphone" oder "cell", denn das sind die Worte, die von ihnen für Mobiltelefone verwendet werden. Und das, was wir als "Oldtimer" bezeichnen, heißt auf Englisch "Classic Car".
3. Nutzen Sie Keyword-Tools
Wenn Sie ein deutsches Keyword in die Zielsprache übersetzt haben, können Sie nach Synonymen suchen, die in der jeweiligen Sprache von den Surfern gerne als Suchwörter benutzt werden. Das funktioniert nicht anders als im Deutschen und sie können sich dabei von speziellen Keyword Tools helfen lassen.
4. Finden Sie gute Suchbegriffe
Das Finden von passenden Suchbegriffen gestaltet sich in anderen Sprachen im Prinzip auch nicht anders als im Deutschen. Im Idealfall sollten Sie Wörter haben, die zwar von den Surfern häufig als Suchbegriff verwendet werden, jedoch nicht auf vielen Websites stehen. Natürlich versucht jeder, auf seiner Website die Worte stehen zu haben, die zum jeweiligen Gegenstand als häufigstes bei Google eingegeben werden. Entsprechend groß ist hier natürlich die Konkurrenz und die Chance geringer, unter die entscheidenden Top Ten bei Google zu kommen. Daher kann es sich lohnen, ein etwas weniger häufig eingegebenes Wort als Keyword zu verwenden, welches dafür auch nicht auf so vielen Konkurrenzseiten steht.
5. Bleiben Sie am Ball
Worte, mit denen nach bestimmten Dingen gesucht wird, können Modewörter sein. Wenn diese aus der Mode kommen, wird mit ihnen natürlich auch nicht mehr gesucht. Verwenden Sie diejenigen Synonyme, die aktuell als Keywords verwendet werden.



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