Suchmaschinen-Traffic für Onlineshops 15.04.2011, 14:22 Uhr

Universal Search ist wichtiger als Adwords

Die deutschen Onlineshops beziehen einen Großteil ihre Besucher über die organische Suche bei . Rund 63 Prozent erhalten die Shops im Branchendurchschnitt darüber. Der Traffic, der über die Universal Search kommt, ist jedoch inzwischen schon so wichtig wie der von Adwords-Anzeigen.
Suchmaschinen-Traffic für Onlineshops
Im Durchschnitt buchen die großen deutschen Onlinehändler Anzeigen für rund 30.000 Keywords. Der Traffic, der darüber generiert wird, liegt jedoch nur bei rund 18 Prozent. Dabei gibt es jedoch auch Unterschiede zwischen den Branchen. So nutzen B2B-Anbieter in der Regel Adwords-Anzeigen kaum bis gar nicht (0,5 Prozent). Firmenkunden gelangen deshalb verstärkt über die organische Suche (75 Prozent) auf die Shopseite.
Apotheken ziehen ihren Traffic aus der organischen Suche
Gut funktionieren Suchmaschinenanzeigen dagegen für Büroausstattung. Fast ein Viertel des gesamten Traffics machen Onlineshops in diesem Segment mit Adwords. Onlineapotheken haben dagegen einen schweren Stand. Ihre Kunden vertrauen fast ausschließlich auf die organische Suche. Nur sieben Prozent des Traffics kommt über Adwords, was vor allem an den restriktiven Bestimmungen von Google liegt, und zehn Prozent generieren Arzneiversender über die Universal Search.
Universal Search wichtiger als Adwords
Unter dem Begriff Universal Search wird für die Untersuchung der Traffic zusammengefasst, die über Googles Produkt-, Nachrichten-, Bilder- oder Videosuche sowie über Google Maps zustande kommt. Dabei zeigt sich, dass B2B-Kunden vor allem die Produktsuche bemühen. Auch für Anbieter von Elektronik und für Vollsortimenter lohnt sich die Bereitstellung der entsprechenden Produktdaten. Sie generieren rund 19 Prozent ihres Traffics darüber.
Geografische Nähe ist dagegen vor allem bei Arzneimitteln sowie Möbeln und Teppichen gefragt. Die Onlineshops locken mit entsprechenden Informationen bis zu fünf Prozent ihrer Kunden über die Kartensuche an.
Produktvideos bringen kaum Traffic
Erstaunlich gering ist dagegen der Effekt von Produktvideos. Zwar bieten inzwischen eine Reihe von Shops entsprechende Filme an, ihr Nutzen für die Generierung von Suchmaschinentraffic ist aber gering. Den mit 0,12 Prozent größten Effekt auf den Traffic haben Produktvideos für Komplettanbieter. Auch im Bereich Wohnen und bei Bekleidung können Videos den Traffic steigern. Elektronikanbieter sind dagegen die einzigen, die der Analyse zufolge auch von Ergebnissen in der Nachrichtensuche profitieren.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Sichtbarkeit in den Googles Suchergebnissen von Onlineshops für B2B, Kleidung und mit Vollsortiment am höchsten ist. Die meisten Shops rangieren für 16-23 Prozent ihrer Keywords auf der ersten Trefferseite bei Google. Lediglich die Onlinebuchhändler schneiden hier schlechter ab.
”Noch immer werden SEM-Potentiale von Online Shops nicht genutzt. Auch die Möglichkeit, mit der Google Shopping-Suche direkte Sales zu erwirtschaften, ist bei vielen E-Commerce-Unternehmen noch nicht angekommen", sagt Olaf Kopp, Geschäftsführer SEM Deutschland.
Die Onlinemarketingagentur  hat mithilfe der  Suite die Suchmaschinenwerbung der Top-97-Onlineshops in Deutschland im Januar 2011 untersucht. Darunter auch die Angebote von amazon.de, Otto, Conrad, Neckermann, hoh.de, pearl.de, buch.de und dell.de.



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