Quartalszahlen 17.05.2016, 10:00 Uhr

United Internet verzeichnet rote Zahlen durch Rocket-Internet-Beteiligung

Aufgrund des Kurssturzes bei Aktien von Rocket Internet muss United Internet im ersten Quartal 2016 einen Verlust von 55,6 Millionen Euro verbuchen. Im Tagesgeschäft läuft es zahlenmäßig wesentlich besser.
(Quelle: United-Internet )
Der Kurssturz bei Aktien von Rocket Internet hat dem Internet- und Telekomkonzern United Internet wie erwartet den Jahresbeginn verhagelt. Weil das Unternehmen mit den Marken 1&1, GMX und Web.de eine Wertminderung von 156,7 Millionen Euro auf das Aktienpaket an der Start-up-Schmiede verbuchen musste, fuhr United Internet im ersten Quartal einen Verlust von 55,6 Millionen Euro ein, wie das TecDax-Schwergewicht mitteilte. Ein Jahr zuvor lag der Gewinn bei 78,6 Millionen Euro. United Internet hält gut acht Prozent an dem Berliner Unternehmen, der Aktienkurs war seit dem Einstieg deutlich abgerutscht.

Tagesgeschäft läuft besser

Im Tagesgeschäft lief es für den Konzern von Vorstandschef Ralph Dommermuth deutlich runder als bei den Investments. In den ersten drei Monaten konnte der Konzern die Zahl der Vertragskunden um 270.000 - und damit noch stärker als im 1. Quartal 2015 (230.000 Verträge) - auf 16,24 Millionen steigern. Dank des starken Kundenzulaufs vor allem bei Mobilfunkkunden kletterte der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 968,6 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben mit 202,7 Millionen Euro knapp 17 Prozent mehr übrig. Beim operativen Ergebnis schnitt das Unternehmen wie von Analysten erwartet ab, der Umsatz fiel etwas schwächer aus.

Jahresprognose dennoch bestätigt

Die Wertminderung der Rocket Internet Aktien habe allerdings keinen Einfluss auf die Dividendenpolitik sowie die Prognosen 2016, da sie sich an den operativen Ergebniskennzahlen orientieren, teilte United Internet mit. Dementsprechend bestätigte das Management die Jahresprognose.



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