Realität und Zukunft: So wird KI im Marketing eingesetzt

Und was bringt die Zukunft?

1. Werbung ohne Sprachbarrieren
Marketer können bald Übersetzungskosten sparen. KI ermöglicht automatische Übersetzungstechnologien wie das Facebook-System "DeepText", an dem aktuell 150 Entwickler arbeiten. Bereits heute versteht DeepText den Inhalt tausender Posts seiner 1,65 Milliarden User pro Sekunde und wird künftig Werbung, Bildunterschriften und Kommentare in Echtzeit übersetzen.
2. Kundendialog per Gesichtserkennung
"Welcome to Wal-Mart": Künftig werden Kunden in Geschäften und Restaurants durch automatische Gesichtserkennung identifiziert und gemäß ihrer Vorlieben bedient. Wal-Mart nutzt die Technologie bereits gegen Ladendiebe, während Kentucky Fried Chicken in China seine Gäste im Rahmen eines Pilotprojekts mit per KI generierten Menüempfehlungen empfängt.
3. Vorausschauender Kundenservice
Künftig lösen Unternehmen die Probleme ihrer Kunden, bevor diese den Kundenservice kontaktieren. Was klingt wie aus dem Film "Minority Report" ist bereits im Test-Stadium: Die Intel-Tochterfirma Saffron hat eine KI entwickelt, die mit bis zu 88 prozentiger Treffsicherheit vorhersehen kann, auf welchem Kanal und wegen welchem Produkt ein Kunde um Hilfestellung bitten wird.
4. Einfach die KI fragen
Während wir heute hauptsächlich per Keyboard und Touchscreen mit unseren Geräten interagieren, hört die KI der Zukunft auf Sprachbefehle. Teilweise gelingen heutigen KIs wie "Siri" und "Alexa" schon mal überzeugende Antworten auf Nutzeranfragen - doch die Spitze der Turing-Skala für Maschinenintelligenz haben sie längst noch nicht erreicht. Aber sie werden immer besser.
Dafür sorgen optimierte Spracherkennung, kontextabhängiges Verständnis und intuitive Problemlösung (Hey, der "Go"-Weltmeister ist ein Bot). Mit faszinierenden Aussichten: Künftig könnten Marketer per Sprachbefehl um automatische Segmentierung von tausenden Kontakten in Sekundenschnelle bitten, wie sie das Unternehmen AgilOne bereits testet.
5. Content Creation per Algorithmus
Auch für Marketing-Texter ist KI ein potenzieller Job-Killer. Bereits heute verwandelt die Plattform Wordsmith langweilige Excel-Dateien in sauber ausformulierte News-Storys. Das kalifornische Job-Portal TalentSonar lässt durch künstliche Intelligenz politisch korrektere Stellenausschreibungen automatisch generieren. Im nächsten Schritt sollen KIs kreatives Schreiben lernen und aus Daten und aktuellen Ereignissen selbstständig Inhalte - auch für ganze Werbekampagnen - verfassen.
Moment mal, schreiben künstliche Intelligenzen dann auch Beiträge wie diesen? Was wird dann aus unserem Job?! In der Vanity-Fair-Umfrage fanden 68 Prozent der Befragten einen "Aus"-Schalter für KIs unbedingt eine gute Idee. Das finden wir ebenfalls sehr empfehlenswert.



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