Beteiligung an Digitalsparte 20.02.2018, 09:15 Uhr

General Atlantic will in ProSiebenSat.1 investieren

ProSiebenSat.1 sucht Investoren für seine Digitalsparte, um das Wachstum zu beschleunigen und sich unabhängiger vom TV-Geschäft machen zu können. Als wahrscheinlichster Geldgeber gilt nun der Finanzinvestor General Atlantic.
(Quelle: shutterstock.com/360b)
Bereits im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass der Medienkonzern ProSiebenSat.1 Investoren für seine Digitalsparte sucht. Von mindestens vier Geboten für Verivox, Parship und den andere Internet-Unternehmen war die Rede. Insgesamt soll ProSieben Digital mit mindestens 1,7 Milliarden Euro bewertet werden. Jetzt konkretisieren sich die Gerüchte um mögliche Investments, wie Reuters berichtet.
Demnach soll es exklusive Verhandlungen mit dem Finanzinvestor General Atlantic geben. Das Unternehmen hätte sich gegen Mitbewerber wie EQT und Verdane durchgesetzt. Nach wie vor soll es bei dem möglichen Investment um einen Minderheitsanteil, wahrscheinlich in Höhe von 30 bis 40 Prozent, gehen. Bis Ende März sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein.

Digital wächst, TV schwächelt

Mit Investoren im Boot hofft ProSiebenSat.1 das Wachstum des Digital-Geschäfts ankurbeln zu können und sich weniger abhängig vom schwächelnden TV-Werbegeschäft zu machen. Dass das Digitalgeschäft bei ProSiebenSat.1 im Vergleich zum Fernseh-Business zulegte, erklärte jüngst auch Thomas Port, Geschäftsführer Digital des ProSieben-Vermarkters SevenOne Media, in unserem Interview.
Am kommenden Donnerstag verkündet der Konzern die Zahlen zum Geschäftsjahr 2017, womöglich nennt man da schon konkrete Informationen zum Investment. Auch der langjährige ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling gibt an diesem Tag seinen Abschied. Der 58-Jährige hatte zuletzt mit abschätzigen Bemerkungen über die Zuschauer der eigenen Sender Kritik auf sich gezogen. Conrad Albert, seit 2005 im Unternehmen, derzeit Vorstand External Affairs & Industry Relations, wurde mit sofortiger Wirkung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt - er gilt auch als wahrscheinlicher Nachfolger Ebelings.



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