Persönliche UX 06.03.2018, 15:02 Uhr

So geht intelligente Personalisierung auf der Webseite

User sind es gewohnt, dass Inhalte im Web auf ihre Wünsche und Interessen abgestimmt werden. Marken müssen sich deshalb umstellen und ihre (potenziellen) Kunden personalisiert ansprechen - sowohl auf der eigenen Webseite als auch auf anderen Kanälen.
(Quelle: shutterstock.com/your )
Von Jörg Heidrich, Executive Director UX bei UDG United Digital Group
Personalisierte Suchergebnisse auf Google, eigener Newsfeed auf Facebook - Menschen sind es gewohnt, dass Inhalte im Web auf ihre Wünsche und Interessen abgestimmt werden. Und sie erwarten dies auch von den Marken, mit denen sie in Kontakt treten.
 
Marken müssen sich deshalb umstellen und ihre (potenziellen) Kunden personalisiert ansprechen - sowohl auf der eigenen Webseite als auch auf anderen relevanten Kanälen. Möglich wird diese personalisierte Ansprache durch Fortschritte im Technologiebereich:
  • Auf dem Markt gibt es immer mehr Big-Data-Dienstleister, die mithilfe erhöhter Rechengeschwindigkeit von Servern und Prozessoren große Datenmengen auswerten und Ergebnisse in Echtzeit anzeigen können.
  • Eine wachsende Zahl an Content-Management-Systemen bietet Personalisierungsfunktionen out-of-the-box an, die nach der Installation ohne weitere Anpassung der Komponente sofort zur Verfügung stehen. Inhalte können in unterschiedlichen Varianten eingestellt und entsprechend festgelegter Regeln angezeigt werden.
  • Google hat mit Optimize 360 ein Tool auf den Markt gebracht, mit dem nicht nur A/B-Tests durchgeführt, sondern Content dynamisch ausgetauscht werden kann - ein unkomplizierter Weg, die Möglichkeiten der Personalisierung auf Erfolg zu prüfen.
Die Hoffnung jedoch, dass die Technik die Personalisierung selbstständig übernimmt, erfüllt sich leider nicht. Im Gegenteil: Ihr Einsatz bringt neuen, zusätzlichen Aufwand mit sich. Denn jede Personalisierungsstrategie beginnt mit einem grundlegenden Verständnis der Nutzerbedürfnisse. Anschließend müssen Zielgruppen identifiziert sowie bestehender und zu erstellender Content im Rahmen eines Content Mappings zugeordnet und an Markenbotschaften und KPIs ausgerichtet werden. Erst dann können die Inhalte entwickelt werden. Und mit einer einmaligen Entwicklung ist es nicht getan, denn der Content muss kontinuierlich erschaffen, ausgebaut und optimiert werden - oft für jedes Segment individuell.
 
Für welche Unternehmen lohnt sich der Aufwand? Eine Personalisierung ist für alle Firmen wichtig, bei denen Onsite-Conversions ein wichtiger Treiber des Geschäftsmodells sind. Conversions müssen nicht immer Online-Käufe sein, auch das Aufrufen von Produktinformationen kann als Auslöser von Geschäftsprozessen gelten.



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