Jake Hubert von Google über Trends in der Suche 09.04.2013, 11:09 Uhr

Strukturierten Daten gehört die Zukunft

Jake Hubert, Business Product Manager bei Google, eröffnete heute morgen die SMX in München. Er sprach über die Herausforderungen im Suchgeschäft, Strafen für Blackhat-SEOs und die Chancen durch strukturierte Daten, verriet aber dabei ziemlich wenig.
Jake Hubert von Google über Trends in der Suche
Google-Manager als Referenten sind ein Publikumsgarant auf SEO-Kongressen - auch wenn sie sich normalerweise inhaltlich eher bedeckt halten. Jake Hubert, Business Product Manager, blieb heute morgen auf der SMX in München dieser Linie treu.
Als eine der größten Herausforderung der Suche definierte er im Gespräch mit Danny Sullivan von Search Engine Land, mit der wachsenden Zahl der Webseiten mitzuhalten sowie Spam zu bekämpfen. Aus diesem Grund blieben auch die 200 Faktoren geheim, die das Ranking der Suchergebnisse beeinflussen.
Dennoch will der Internetkonzern transparenter werden. "Wir geben viele Informationen raus, die Nutzern und Webseitenbetreibern helfen - in diesem Bereich sind wir offen", erklärt Hubert. Wenn Seiten manuell abgestraft werden, lasse Google die Betreiber dies wissen - "das ist ein großer Fortschritt". Google versuche zudem selbst an Blackhat-SEOs zu kommunizieren, was diese tun könnten, um Herabstufungen zu vermeiden.
Die Öffentlichkeit vor großen Updates zu informieren, ist auch künftig nicht geplant. "Wenn ein Algorithmus entwickelt wird, machen wir ausführliche Tests. Viele Updates betreffen nur eine Minderheit von Seitenbetreibern, da hat es keinen Sinn, die Änderung an alle zu kommunizieren." Das löse nur Panik aus.
Für die Zukunft der Suche blickt Hubert erst einmal in die Vergangenheit und lobt Google Authorship (auf Deutsch "Urheberschaft" genannt), bei der Autoren ihre Inhalte mit ihrem Google+-Profil verknüpfen sollen, damit diese besser gefunden werden. Künftig werden dem Manager zufolge auch strukturierte Daten immer wichtiger, wie sie der Ende des Jahres in Deutschland eingeführte Knowledge Graph präsentiert. Webmaster sollten deshalb den Data Highlighter nutzen, um Datenfelder auf ihrer Website zu taggen, rät Hubert. Google zeige die Daten in Suchergebnissen oder dem Knowledge Graph. "Das ist eine Richtung, in die sich die Suche entwickelt." Bis alle Webseiten von dieser Möglichkeit profitieren, ist es allerdings noch ein weiter Weg: Derzeit funktioniert das Tool nur für Veranstaltungen.



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