Googles Panda-Update und die Folgen 16.08.2011, 09:45 Uhr

Die größten Verlierer

 hat das lang erwartete Panda-Update am Wochenende auch in Deutschland eingeführt - mit dem Ziel, durch eine Änderung im Algorithmus die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern. Dabei traf es eine bestimmte Gruppe von Webseiten besonders hart.
Googles Panda-Update und die Folgen (Foto: istockphoto.com/mrbfaust)
Wie in den USA sind auch in Deutschland neben Content-Farmen, Meta-Job-Börsen und Personensuchmaschinen vor allem Preisvergleichsdienste von den Abstufungen im Ranking besonders stark betroffen. Eine aktuelle Auswertung des Analysesoftware-Entwicklers  zeigt, dass von den 25 Webseiten, die in Deutschland nach dem Panda-Update am stärksten an Sichtbarkeit bei Google verloren, allein fünf Preisportale waren.
Wie in den USA zählt die Microsoft-Tochter Ciao.com auch in Deutschland zu den größten Verlierern durch das Panda-Update. Der Preisvergleichsdienst verlor rund 60 Prozent seiner Sichtbarkeit - und kam von allen deutschen Webseiten zwar am schlechtesten, im Ländervergleich zu den USA aber noch gut davon. Denn dort kostete das Panda-Update das Preisportal rund 80 Prozent der Sichtbarkeit. Platz zwei im Verlierer-Ranking ist die User-generated-content-Plattform Gutefrage.net. Die Holtzbrinck-Tochter büßte seit Panda rund 56 Prozent seiner Sichtbarkeit ein. Auf Rang drei im Verlierer-Ranking steht - ebenfalls wenig überraschend - der Preisvergleichsdienst Dooyoo.de. Dieser wurde von Google bereits in Großbritannien mit einer 90-prozentigen Reduktion der Sichbarkeit im Index bestraft. In Deutschland liegt der Wert bei rund 65 Prozent.
Vom Panda-Update profitieren in Deutschland vor allem Onlineredaktionen, die qualitativ hochwertigen Content liefern. Golem verzeichnete seit der Einführung vergangenen Freitag ein Plus von 21,27 Prozent. Facebook.com profitiert von einem Sichtbarkeitszuwachs von  4,73 Prozent, Focus.de kletterte um 6,99 Prozent in der Sichbarkeit nach oben und Chip.de um 2,97 Prozent. "Viele dieser Gewinner wurden aber nicht von Google direkt belohnt, sondern profitieren eher von der Tatsache, dass Seiten, die sonst immer über ihnen angezeigt wurden, von den Top-Positionen entfernt wurden", sagt Searchmetrics-Chef Marcus Tober.
Das Unternehmen misst die Sichtbarkeit von Unternehmen im Google-Index anhand eines eigenen Organic Performance Index (OPI). Dazu beobachtet Searchmetrics kontinuierlich ein Portfolio an Keywords auf Google.de und analysiert die Suchergebnisseiten für diese Keywords. Der Index setzt sich zusammen aus dem Suchvolumen, wie oft und auf welcher Position eine Domain für diesen Suchbegriff in den Google-Suchergebnisseiten erscheint, sowie einem statistischen Wert für diese Traffic-Vermittlung.
Die Änderungen durch Panda betreffen Google zufolge in den meisten Sprachen nur sechs bis neun Prozent der Suchanfragen. Eine erste Analyse zu den Panda-Auswirkungen hatte Sumo am Freitag Nachmittag veröffentlicht. Auch hier wurden Personensuchmaschinen, Meta-Jobbörsen, Preisvergleichsportale und Content-Fabriken als Verlierer identifiziert.
Wie wirkt sich das Update auf die Sichtbarkeit Ihrer Webseite in den Google-Ergebnissen aus? !



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