Partnerprogramm-Performance optimieren 20.08.2012, 11:59 Uhr

Die 30 besten Profitipps für Affiliate Marketing

Partnerprogramme können ein mächtiges Tool zur Steigerung der Online-Abverkäufe sein - wenn man weiß, was man tut. Wir haben Affiliate-Marketing-Profis gefragt, und sie haben uns geantwortet: Das Ergebnis sind die 30 besten Tipps, wie Sie Partnerprogramme optimal fürs Online-Marketing einsetzen.
Foto: Fotolia/Pavel Losevski
Affliliate Marketing eignet sich perfekt zur direkten Vertriebsunterstützung, muss aber sorgfältig mit anderen Marketing-Aktivitäten abgestimmt werden. Hier finden Sie die 30 Profi-Tipps im Überblick:
  • Ralf Mardeis, PeakPoint: "Faule" Affiliates aussieben 
  • Nils Kohle, Interwall: Wie ich als Publisher profitiere und wo ich als Merchant achtgeben muss
  • Tobias Allgeyer, Commission Junction: Wertvolle Publisher identifizieren
  • Tobias Allgeyer, Commission Junction: Top-Publisher belohnen
  • Ralf Mardeis, PeakPoint: Sorgen Sie für hochwertige Werbemittel
  • Markus Forster, Tradedoubler: Sorgen Sie für Abwechslung!
  • Manuel Kester, Beboon-Adbutler: Re-Targeting und Performance-Display Advertising
  • Albrecht Fischer, Kupona: Retargeting  – CPM, CPC oder CPO?
  • Beate Stapf, Affilinet: Offen sein für Neues
  • Miro Morczinek, Zanox: Neukundengewinnung mit Mobile Cashback
  • Markus Kellermann, Explido: Networking und persönliche Kontakte
  • Markus Forster, Tradedoubler: Mobile nicht vergessen!
  • Carsten Schwecke, Affiliprint: Mit unique Gutscheincodes gegen Mehrfacheinlösungen
  • Ingo Kamps, Cayada: Markenaufbau für Publisher
  • Tibor Bauer, Affilex: Links vor Google verschleiern
  • Tibor Bauer, Affilex: Linkbuilding für Blogger
  • Ingo Kamps, Cayada: Langfristige Partnerschaften sind wichtiger als hohe Provisionsstaffeln
  • Thomas Zimmermann, Uniquedigital: Individuelle Staffeln für Top-Affiliates
  • Ingo Kamps, Cayada: Hände weg von unnatürlichem Linkaufbau
  • Ralf Mardeis, PeakPoint: Gute Partnerschaft ist wichtig
  • Ralf Fischer, financeAds: Finde deine Traumpartner!
  • Markus Berg, Xplosion Interactive: Erst forschen, dann retargeten
  • Ralf Zmölnig, Rockit Internet: Engagieren Sie KEINE Affiliatemarketingagentur! 
  • Beate Stapf, Affilinet: Eigene Marke aufbauen
  • Ralf Mardeis, PeakPoint: Differenzieren Sie Ihre Kampagne
  • Michael Hartwig, Zanox: Branding is good. Performance is better
  • Ralf Mardeis, PeakPoint: Augenmaß bei der Sales-Bearbeitung
  • André Alpar, Partner AKM3 GmbH: Auf Facebook Affiliates werben
  • Steffen Methling, Etracker: Aktive Programmpflege betreiben
  • Tibor Bauer, Affilex: Affiliate-Jahres-Vorbereitung

?Faule? Affiliates aussieben

Wenn Sie ein Affiliate-Programm starten, sollten Sie bei den Bewerbern unbedingt die Konsistenz der Daten überprüfen. Von Fall zu Fall tauchen Affiliates auf, die sich mit attraktiven Websites bewerben, erst spät wird, wenn überhaupt erkannt, dass es hier keine Verbindung zwischen der Website und dem Publisher gibt. Eine Bewerbung mit der URL www.bildderfrau.de mag Begeisterung auslösen und hohe Erwartungen wecken. Entdeckt man jedoch nicht bereits im Vorfeld, dass man über die Kontaktadresse admin@bildderfrau.de ganz sicher nicht den Verantwortlichen der Website erreichen wird, ist es unwahrscheinlich, dies später noch zu identifizieren. In den vergangenen Monaten haben wir beispielsweise weit über 12.000 Affiliate-Bewerbungen geprüft. Doch nur bei etwas über 63% waren wir der Überzeugung, dass es sich um einen geeigneten Partner für das jeweilige Partnerprogramm handelt.

Wie ich als Publisher profitiere und wo ich als Merchant achtgeben muss

Will ich als Publisher mehr Provisionen verdienen will, geht die Tendenz zu Shop-eigenen Affiliate-Partnerprogrammen. Das sind zumeist mittelgroße Shops, die erstens keine Start-und Monatsgebühr an Affiliate Netzwerke zahlen wollen und zweitens auch die Gebühr pro Verkauf an das Affiliate-Netzwerk sparen wollen. So bekommt nur der Publisher eine Provision, die dafür meist höher ausfällt als bei den Affiliate-Netzwerken. Besonders lohnenswert sind auch Amazon, ebay &Co., da fast jeder zweite Onlinekäufer dort bestellt und die Zielgruppe und damit die Verdienstmöglichkeiten sehr hoch sind.
Bei den Merchants wird das Thema Cookie-Dropping stark diskutiert. Als Händler muss ich aufpassen, dass meine Cookies nicht automatisch auf dem Browser eines potenziellen Käufers abgelegt werden, ohne dass dieser ein entsprechendes Werbemittel geklickt hat. Sonst zahle ich Provisionen auf betrügerische Tätigkeiten, was keinen Mehrwert hat sondern nur Kosten verursacht. Dieses kann ich mit entsprechendem Tracking aufdecken. Wenn ein Affiliate viele Klicks aber keine Page Impressions generiert, liegt ein Betrug zumindest sehr nahe.

Wertvolle Publisher identifizieren

Viele Advertiser konzentrieren sich im Affiliate Marketing ausschließlich auf den letzten Klick. Rechnen Sie den Erfolg nicht einem einzelnen Publisher zu, sondern betrachten Sie den gesamten PathToConversion: Welcher Publisher ist für die meisten Erstkontakte verantwortlich? Wie wertvoll sind SEM-Publisher für die Conversion wirklich? Und: In welche Kanäle muss ich investieren? Erst wenn Sie wissen, welche Publisher im Zusammenspiel erfolgreich funktionieren, können Sie Ihre Maßnahmen richtig aussteuern.

Top-Publisher belohnen

Im Affiliate Marketing sprechen wir von der 80/20-Regel: 80 Prozent des Umsatzes eines Advertisers werden von lediglich 20 Prozent seiner Publisher generiert. Diese bezeichnen wir gerne als Top-Publisher. Mein Tipp: Suchen Sie als Werbungtreibender persönlich und regelmäßig den Kontakt zu Ihren Top-Publishern, bieten Sie ihnen interessante Sonderkonditionen und passen Sie die Provisionsmodelle entsprechend an. Stellen Sie ihnen außerdem hin und wieder exklusiv bestimmte Werbemittel zur Verfügung.

Sorgen Sie für hochwertige Werbemittel

Gegenüber klassischen TKP-Einbuchungen ist die Schaltung von Bannern für Merchants erst einmal kostenlos. Das merkt man ab und an auch bei der Erstellung der Banner. Viele Partnerprogramme stellen einmalig einen Satz Banner zur Verfügung und sind der Überzeugung, das wäre ausreichend. Eine Vorgehensweise, die bei Einsatz von Media-Budgets eher die Ausnahme ist. Bedenken Sie, wie wertvoll der Werbeplatz ist, den Ihr Partner für Sie zur Verfügung stellt. Diese Investition muß sich auch für Ihren Partner rechnen. Am einfachsten wird dies mit guten Werbemitteln erreicht. Klickstark und mit der entsprechenden Landing-Page zu höherer Conversion. So profitieren Sie nicht nur von einer dauerhaften Einbindung sondern deutlich mit höheren Umsätzen. Über die zusätzliche Werbeleistung, die auch in entsprechend zielgruppen-affinem Umfeld erscheint muß dabei sicher nicht gesprochen werden. Die Wirkung von Display-Kampagnen ist ja ausreichend untersucht.
Um hier höchstmögliche Wirkung zu erzielen und sich positiv von anderen Partnerprogrammen abzuheben sollten dabei auch und ganz besonders großformatige Display Ads und Sonderformate mit einbezogen werden. Denn was nach den Analysen der plan.net im Rahmen des Ad.Impact Faktors für Media-Kampagnen gilt, hat auch im Affiliate Marketing die entsprechende Wirkung. Nutzen Sie dieses Potenzial, denn näher kommen Sie Ihrer Zielgruppe kaum.
Gleiches gilt für die Productfeeds. Mit optimal aufbereiteten Daten kann Ihr Partner erfolgreich und ohne Verluste Ihre Produkte bewerben. Zwischenzeitlich gibt es einige Tools, die Ihnen nicht nur die Möglichkeit bieten auch für unterschiedliche Channels unique content einfach zu verändern und das Feed per Mausklick um die Produkte zu bereinigen, die schlecht oder überhaupt nicht convertieren zukünftig nicht mehr auszuliefern. Wenn Sie bei Ihren cpc-Kampagnen bereits den ROI über entsprechende Tools optimieren, tun Sie es doch für den Affiliate Channel ebenfalls. Ihr Partner wird es Ihnen mit mehr Umsatz danken.

Sorgen Sie für Abwechslung

Wer erfolgreich sein will, braucht ein interessantes und dynamisches Affiliate Marketing-Programm, das Publishern Abwechslung bietet. Machen Sie auf sich aufmerksam. Regelmäßige Angebote und Aktionen, individuelle Zielvorgaben, gestaffelte Provisionen, Gewinnspiele, Publisher-Events und relevante Newsletter sind Marketing-Taktiken, welche die Attraktivität des Programms erhöhen. Ziel muss es sein, ein so attraktives und abwechslungsreiches Programm zu bieten, dass der Publisher sich freut dabei zu sein. Dabei sollte man nicht vergessen: nur selten ist man der einzige Werber, der beim Publisher um Aufmerksamkeit und Inventar buhlt. Fragen Sie den Partner daher ruhig mal nach seinem Feedback und reagieren Sie auf individuelle Anfragen. Treten Sie als Partner auf und Sie bleiben präsent.

Retargeting und Performance-Display-Advertising

Affiliate Marketing bietet ein großes Spektrum an Performance Marketing-Aktivitäten, das für alle Online-Werbetreibenden interessant ist. Was insbesondere kleine und mittlere Unternehmen nicht wissen ist, dass auch sie via Re-Targeting werben können. Dieser Werbekanal wird häufig großen Firmen zugeschrieben, ist aber auch für Werbetreibende aus den anderen Bereichen ebenfalls sehr effektiv einsetzbar. Wichtig für eine erfolgreiche Werbung des Online Shops ist eine möglichst hohe Anzahl von Website-Besuchern (Unique User)
Der Vorteil für die Advertiser, wenn sie Re-Targeting über ein Affiliate Netzwerk starten ist, dass Sie weder in zusätzliches Personal noch in Technik investieren müssen; im Mittelpunkt steht das Prinzip „Paid on Results“. Ein weiterer Vorzug der Fullservice-Leistung Re-Targeting ist die hohe Werbewahrnehmung, weil der potenzielle Käufer erinnert wird, dass er sich schon einmal für ein Produkt oder eine Dienstleistung interessiert hat. Dadurch steigt die Werberelevanz und gleichzeitig erhöht sich die Konversationsrate. (1052 Zeichen)
Ein weiterer Werbekanal, der sich nicht nur für große Unternehmen eignet, ist Performance Display Advertising (PDA). Hier liegt der herausragende Vorteil in der Auslagerung des Investitionsrisikos für das Buchen von Premium-Werbeplätzen. Publisher kaufen die Traffic-Pakete auf TKP-Basis und platzieren dort die Werbemittel der Advertiser. Abgerechnet wird auch hier rein erfolgsorientiert. PDA birgt zudem eine enorme Steigerung der Reichweite in sich. 

Retargeting ? CPM, CPC oder CPO?

Online Shops sollten beim Performance-Marketing prüfen, ob sie die richtige Abrechnungsform im Retargeting nutzen. Wichtig ist: der Erfolg kann nur realistisch bewertet werden, wenn sichergestellt ist, dass die vom Retargeting Anbieter gezählten  Sales mit einer Pixelweiche abgeglichen werden, sonst werden viele Sales noch einem anderen Kanal zugewiesen.  Auch ist eine hohe Click-Trough-Rate noch keine Garantie für eine erfolgreiche Kampagne. Je nach dem, welche Performance-Werte der Online-Shops vorzuweisen hat,  ist auch ein Abrechnungsmodell nach CPO über den Affiliate- Kanal möglich - wenn der Retargeting-Anbieter von seiner Technologie, Reichweite und den Werbemitteln überzeugt ist.

Offen sein für Neues

Affiliate-Marketing-Programme gehören heute im eCommerce dazu. Aus Zeitgründen übertragen jedoch viele Marketer eher ein bestehendes Programm auf viele Netzwerke, statt aktive Programm-Pflege zu betreiben. Dabei lohnt sich eine aktive Entwicklung zusammen mit den Publishern, denn die Generierung zusätzlicher Abschlüsse ist ein gemeinsames Ziel. Die Web-Analyse zeigt oft, dass nur 20% der Publisher 80% der vermittelten Leads oder Sales generieren. Eine aktive Betreuung dieser Partner kann also die Abschluss-Anzahl deutlich steigern. Hilfreich ist dabei die Auswertung der Konversion und Kosten-Umsatz-Relation nicht nur pro Partner, sondern auch pro Werbemittel und Platzierung. Empfehlenswert hierfür ist eine ganzheitliche Analyse, bei der alle Online-Marketingmaßnahmen, inkl. Affiliate-Marketing, detailliert bis hin zu Werbemitteln und Partnern miteinander verglichen werden. Viele unserer Kunden steigerten durch die gemeinsame Analyse und Maßnahmen-Entwicklung mit den Publishern den Erfolg pro Partner nachhaltig.

Neukundengewinnung mit Mobile Cashback

Ob beim Shoppen, Fliegen oder Telefonieren: Mit dem Prinzip des Punktesammelns über Kundenkarten sind Verbraucher in der Offline-Welt bestens vertraut. Mit dem Aufkommen des E-Commerce haben findige Anbieter wie qipu, Payback und BSW das Modell der Kundenprämien erfolgreich in die Onlinewelt übertragen – die Idee des Cashback war geboren.
Nun beginnt eine neue Ära: Immer mehr Kunden gehen mobil auf Shoppingtour. Den Mobile-Trend haben auch erste Anbieter aufgegriffen. Und so gibt es bereits Plattformen wie qipu, die das Cashback ganz bequem per Smartphone ermöglichen.
Advertiser, die das Shopping-Verhalten der Kunden im Blick haben, können markentreue Kunden binden und jenseits dieser Loyality-Maßnahmen aber auch mobile-affine Neukunden gewinnen. Ein weiterer Vorteil: Da Kunden ihre einmal gesammelten Prämien ungern verlieren, ist Cashback ein Kanal mit sehr niedriger Stornoquote. 

Networking und persönliche Kontakte

Affiliate-Marketing ist und bleibt ein People-Business. Affiliates sind die Vertriebspartner eines Unternehmens und so sollte man sie auch behandelt, mit Respekt und Aufmerksamkeit. Deswegen ist das Networking, sowie der persönliche Kontakt zu seinen Affiliates auch immer noch eines der wichtigsten Voraussetzungen für eine gutes Partner-Management. Mittlerweile gibt es viele Gelegenheiten um auf Affiliate-Stammtischen und -Konferenzen wie der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference, der Affiliate TactixX und vielen weiteren Events seine Partner auf einer persönlichen Ebene kennenzulernen. Auch ein individueller Publisher-Event ist immer eine gute Gelegenheit um die Zusammenarbeit mit seinen Partnern zu intensivieren. Das gilt übrigens nicht nur für die operative Zusammenarbeit, sondern auch für das Fraud-Management. Nur wer seine Partner und deren Werbeaktivitäten im Detail kennt, kann seriöse von unseriösen Partnern unterscheiden und besser einschätzen.

Mobile nicht vergessen

Innovative Performance-Marketing-Elemente gibt es im gesamten Online-Kaufprozess. Daher sollte man als Unternehmen unbedingt einen integrierten Ansatz verfolgen. Viel zu oft werden die Affiliate-Aktivitäten wie ein isolierter Kanal behandelt anstatt als Teil des Marketing-Mix, so etwa im Bereich Mobile:
Eine aktuelle Tradedoubler-Studie zeigt, dass 70 Prozent der Smartphone-Nutzer sich vor einem Kauf mobil informieren, 53 Prozent kaufen Produkte oder Dienste direkt über den mobilen Kanal. Als Werbetreibender muss man um mit diesen Trends Schritt zu halten können auch den mobilen Kanal bedienen. Denn hier verbringt der Konsument zunehmend seine Zeit. Die Integration von Mobile Affiliate Marketing in den Marketing Mix, trägt zum Erreichen der Marketingziele bei und sorgt für Umsatzwachstum über diesen immer stärker werdenden Kanal. 

Mit unique Gutscheincodes gegen Mehrfacheinlösungen

Performance-Marketing ermöglicht über intelligente A-B-Tests eine fortlaufende Performance-Steigerung. Diese A-B-Test sind nicht nur ausschließlich in Online-Performance Umfeldern möglich, sondern auch in Offline Affiliate Netzwerken, z. B. in Form von A-B-Paketbeilagen -Tests. Setzen Sie bei Ihren Gutschein-Performance-Kampagnen auf unique Codes um Mehrfacheinlösungen zu verhindern und die Wertigkeit Ihrer Angebote zu steigern. Auch wenn der Kontakt über Online-Kanäle vermeintlich günstig erscheint, nutzen Sie nicht nur ausschließlich quantitative Kriterien (=CPO), sondern führen Sie Ihren eigenen Quality Score sein, bei dem Sie auch qualitative Kriterien wie z.B. Neukunden- und Retourenquote mit ins Kalkül ziehen.

Markenaufbau für Publisher

Affiliate Marketing als „Peoples‘ Business“ lebt wegen seiner ständig fortschreitenden, komplexen Technik und den nicht immer auf den ersten Blick transparenten Geschäftsmodelle in besonderem Maße vom gegenseitigen Vertrauen der handelnden Personen. Durch den Aufbau einer eigenen Marke können Publisher notwendiges Vertrauen aufbauen und aus dem Gros ähnlicher Affiliate Projekte herausstechen. Dadurch stehen sie bei Agenturen und Netzwerken häufig weiter oben auf dem Zettel, wenn es um neue Kampagnen oder Programmstarts geht. Als idealer Kanal für den Markenaufbau innerhalb der Affiliate Branche hat sich in den letzten Jahren Facebook herauskristallisiert, da hier alle Protagonisten versammelt sind und darüber hinaus mit den Facebook-Seiten das passende Werkzeug zur Verfügung steht.

Links vor Google verschleiern

Google mag keine gekauften Links. Affiliate Links sind aber nun mal gekauft. Um hier nicht das Nachsehen zu haben, sollten die eigenen Affiliate Links verschleiert werden. Die einfache Variante ist, die Links durch Short-Link anbieter wie z.b. tinyurl umzuwandeln. So sind sie nicht auf den ersten Blick als Affiliate Links zu erkennen.
Die schönere Lösung ist etwas komplizierter. Hierbei werden alle Affiliate Links in eine eigene Datei ausgelagtert. Der Link auf der Webseite zeigt nur zu einer Verlinkung in dieser ausgelagerter Datei und sollte auf nofollow gesetzt werden. Klick nun ein User auf einen Link auf der Webseite, so wird er "weitergeleitet" indem der Link in der ausgelagerten Datei angesprochen wird, welches nun zur eigentlichen Advertiserseite führt.

Linkbuilding für Blogger

Um im Affiliate Marketing wirklich Geld zu verdienen, braucht der Blogger eins: Traffic. Da normalerweise der Großteil des Traffics über Google kommt, ist ein sinnvoller Linkaufbau notwendig. Dazu bedarf es bei Blogger, vor allem am Anfang nicht viel - nur Zeit. Man suche sich, passend zum eigenen Blog-Thema über Keywordrecherche andere Blogs aus. Hierbei spielt weniger der Blog, als die darin enthaltenen Artikel eine große Rolle. Wenn z.B. der eigene Blog über Brautmode geht, sollte man sich Artikel, die sich rund um die Hochzeit handeln raussuchen. Bei jedem Artikel kann man nun einen eigenen Kommentar hinzufügen, natürlich passend zum Artikel. Normalerweise lässt der Bloginhaber gute Kommentare immer zu. So gewinnt man von Themenverwandten Seiten jeweils einen Link, der den eigenen Blog dementsprechend bei Google zum eigenen Thema vorwärts treibt.

Langfristige Partnerschaften sind wichtiger als hohe Provisionsstaffeln

Höhere Provisionssätze verheißen auch höhere Umsätze. Was auf den ersten Blick wie eine Binsenweisheit klingt, stellt sich in der Realität häufig ganz anders dar. Der Aufbau langfristiger Partnerschaften abseits vom starren Blick auf Prozentsätze wird nicht selten zur nachhaltigeren Variante, wenn es darum geht mit Affiliate Marketing gute Umsätze zu erzielen. Durch das längerfristige Festhalten an geschlossenen Partnerschaften bringt sich der Publisher nicht selten in eine gehobene Stellung beim Advertiser. Die damit einhergehende Stärkung der eigenen Verhandlungsposition bringt den Publisher deutlich häufiger in die Lage, Sonderwünsche beim Advertiser durchzusetzen, als Erster von neuen Aktionen zu profitieren und somit auf der langen Strecke mehr Geld zu verdienen.

Individuelle Staffeln für Top-Affiliates

Performance-orientierte Staffeln bei der Vergütung von Affiliates haben sich mittlerweile in den meisten professionell betreuten Affiliate-Programmen etabliert. Häufig verteilt sich ein Großteil des generierten Volumens im Affiliate Marketing, ganz im Sinne des Pareto-Prinzips, auf vergleichsweise wenig Affiliates. Eine allgemeine Provisionsstaffel, die auch nicht zu komplex gestaltet werden sollte, kann hier nicht allen Partnern gerecht werden. Insbesondere in bereits hoch skalierten Affiliate-Programmen empfiehlt es sich mit den Top-Partnern eine individuelle Staffelvereinbarung zu treffen, die auf die großen Volumen und Potentiale des einzelnen Partners zugeschnitten ist. Professionelle Top-Affiliates wissen hier häufig sehr genau welche Volumensteigerung sie noch erreichen können und was für einen monetären Gegenwert sie dafür benötigen. Gepaart mit der Erfahrung des Merchants bzw. der Agentur lassen sich hier für beide Seiten gewinnbringende Vereinbarungen schließen, die auch High-Performern gerecht werden.

Hände weg von unnatürlichem Linkaufbau

So verlockend die Aussicht auf schnelle Platzierungen conversionstarker Keywords in der Spitze der Suchergebnisse von Google auch sein mag – der Zusammenbruchs kompletter Projekte durch Linkkauf etc. über Nacht ist bereits mehrfach vorgekommen und wird zukünftig verstärkt weitergehen. Google macht in diesem Bereich Ernst und war schon in der Vergangenheit nicht immer als allergrößter Fan von Affiliate Projekten bekannt. Um langfristigen Spaß mit seinen Affiliate Projekten zu haben, sollten die Webmaster-Richtlinien von Google besser befolgt werden. Außerdem kann sich der sauber arbeitende Publisher daran erfreuen, wie seine Mitbewerber im Google Ranking sukzessive nach unten durchgereicht werden und kann den dabei frei werdenden Traffic dann einfach selbst aufnehmen.

Gute Partnerschaft ist wichtig

Neben einem guten Shop-Angebot ist ein partnerschaftliches Miteinander von größter Bedeutung. Die Umsetzung der Maßnahmen, die Integration der Kampagnen, enge Abstimmung hinsichtlich der Sales- oder Lead-Qualität bedingen eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Denn letztendlich geht der Affiliate ein wirtschaftliches Risiko durch die Bewerbung des Partnerprogramms ein. Eine faire und offene Zusammenarbeit ist daher eine zwingende Voraussetzung für die erfolgreiche und dauerhafte Umsatzentwicklung. Informieren Sie Affiliates rechtzeitig über neue Aktionen und Werbemittel, über technische Probleme in Ihrem Shop oder dem Tracking und über die voraussichtliche Dauer, vergüten Sie fair bei möglichen Trackingfehlern. Aber erwarten Sie auch von Ihren Partner eine faire und korrekte Arbeitsweise.

Finde deine Traumpartner

Auch beim Affiliate Marketing macht es auf Dauer glücklicher, einen Partner zu finden, der zu einem passt. Suchen Sie sich Affiliates, die einen thematischen Bezug zu Ihrem Angebot haben. So erreichen Sie genau Ihre Zielgruppe. Wie wichtig das für den Erfolg einer Affiliate Kampagne ist, belegt eine Studie, die wir zusammen mit einem Online-Broker durchgeführt haben. Betrachtet wurde die Neukundengewinnung für Depotkonten mittels Affiliate Marketing. Bei Affiliate-Partnerschaften mit themenrelevanten Webseiten war nicht nur die Lead zu Sale Conversion um 300% höher als bei Partnerschaften mit Webseiten ohne thematische Vorauswahl, auch die Qualität der gewonnenen Neukunden war um ein Vielfaches besser: Die Conversion von Online-Antrag zu Kontonutzung war um 284% höher. 

Erst forschen, dann retargeten

Die Qualität einer Tonaufnahme beginnt mit dem Mikrofon: Wird am Eingabegerät gespart, kann keine digitale Nachbearbeitung das Resultat retten. Gleiches gilt im Retargeting:
Der Erfolg der Kampagne hängt an der Datenbasis, dem Data Science, das über die bloße Profilierung des Such- und Kaufverhaltens hinausgeht. Zusätzlich zu den getrackten Vorlieben erschließen statistische Analysen ganz neue Interessensfelder eines Users. Ein Beispiel: Durch Data Science ist es möglich herauszufinden, ob sich ein Nutzer für ein Produkt wie beispielsweise einen Sportschuh interessiert oder etwa konkret für eine bestimmte Marke von Sportschuhen affin ist.
Das Ergebnis dieser Analysen sind personalisierte, breit gefächerte Produktempfehlungen, die neues Verkaufspotenzial schaffen. Wer dann noch die branchen-spezifischen Absatzprozesse und speziellen Systematiken der Produkte im Blick hat, wird mit einer üppigen Conversion Rate belohnt.

Engagieren Sie KEINE Affiliatemarketingagentur!

Holen Sie sich strategische Unterstützung von aussen, und betreuen und entwickeln Sie das Programm von innen! Das gilt natürlich nur, wenn Sie diesen Kanal wirklich rocken wollen, und bereit sind das in diesen Kanal zu investieren was er auch wert ist! Warum? Weil das Affiliate Marketing unglaublich effizient und langfristig profitabel sein kann. Aber eben NUR wenn es mit Herzblut am Besten vom Unternehmen heraus geführt und ausgebaut wird. Denn eines ist doch wohl unbestritten: Sales + teils massive Medialeistung etc. NUR auf Basis von (oft zu niedrigen) Provisionen plus einer nicht zu verprovisionierenden Wiederbestellrate von X, wo gibt es das sonst? Und am Rande gesagt: Die wenigsten Merchants pflegen wirklich Ihre Publisher. Tun Sie es, der Umsatz wird es Ihnen danken.

Eigene Marke aufbauen

Bei Projekten sollte man sich weniger abhängig von Google Ergebnissen machen, in dem man User enger an seine Angebote bindet und eine Marke aufbaut. Tools wie RSS Feeds, Newsletter Verteiler, aber auch Social Media Kanäle wie Facebook oder Twitter, bieten gute Möglichkeiten Fan-Gemeinden aufzubauen und die generierte Kontakte immer wieder direkt anzusprechen.
Eine Markenbindung ist natürlich nur möglich, wenn Mehrwerte für die User angeboten werden wie z.B. besonders gute Empfehlungen, Kauftipps, Produktvorschläge oder auch Preisnachlässe. Es lohnt sich immer in gute Konzepte zu investieren und hochwertige Inhalte bereitzustellen, die den User an die Marke binden. Denn wer eigene Fans hat, wird auch weiterempfohlen, kann sich einen Namen im Netz aufbauen und dadurch weiter wachsen.

Differenzieren Sie Ihre Kampagne

Im Unterschied zu klassisch geplanten Kampagnen und Werbemaßnahmen sollten Sie im Affiliate Marketing wesentlich individueller vorgehen. Während die Display-Werbemittel im Sinne der Marken-Kommunikation gleich sein können und sollten, ist es in anderen Channels wichtig, individuelle Werbemittel anzubieten. Content-Seiten haben beispielsweise einen großen Bedarf an unique content. Häufig wird Ihre Promotion dort ganz indivuell erstellt und/oder angepasst. Noch schneller und auch im Sinne der Marken-Pflege kann es sinnvoll sein, einzelnen Affiliates bereits speziell aufbereitete Texte zur Verfügung zu stellen. Produktfeeds sollten aufgrund des double contents für spezielle Publisher individuell aufbereitet sein. Gutschein-Publisher werden deutlich intensiver für Sie tätig, erhalten Sie exklusive Gutscheine oder attraktive Packages. So profitieren Sie stärker von trafficgetriebenen Maßnahmen, wie zum Beispiel den Versand eines Gutschein-Newsletter an die häufig hohe Zahl der Subscriber, eine exklusive on-site Promotion und vieles mehr.

Branding is good. Performance is better.

Reines Branding ohne Performance-Anteil ist wie ein Geschäft mit tollem Schaufenster, das immer geschlossen ist. Wenn es um den Sales Impact geht, kann Performance Advertising mit messbaren Erfolgen punkten. Branding ist gut, Performance ist besser.
Der Königsweg ist es jedoch, wenn Branding und Performance Hand in Hand gehen. So zum Beispiel mit unserem Produkt „BILD.de iDeals“ oder im Zuge einer „Second Screen Strategie“ wenn parallel zu TV auch digitale Kanäle geschaltet werden. Aktuelle Studien belegen, dass immer mehr TV-Zuschauer parallel im Internet surfen. Richtig orchestriert wecken Branding-Kampagnen im TV Aufmerksamkeit und Begehrlichkeiten, und das digitale Performance Marketing generiert den Sales.

Augenmaß bei der Sales-Bearbeitung

Ihre Partner investieren viel Zeit, Ressourcen und in Abhängigkeit des Channels ihr eigenes Budget. Im Affiliate Marketing zahlen Sie erst nach erbrachter Leistung, und auch nur für tatsächlich erzielte Umsätze. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Partner schnell und unkompliziert ihre Vergütung erhalten. Je schneller Sie sind, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Partner in zusätzliche Maßnahmen investiert.
Bleiben Sie dabei transparent. Jeder erfahrene Affiliate kennt die üblichen Storno- und Retouren-Raten. Begründen Sie unüblich hohe und außergewöhnliche Stornierungen. So ist Ihr Partner sicher, dass er  die Vergütung erhält, die er für Sie erwirtschaftet hat, kann besser kalkulieren und gegebenfalls mit Maßnahmen und geänderten Platzierungen zu einer besseren Qualität der Sales, Kunden und Neukunden beitragen. So gewinnen beide Teilnehmer und sind langfristig zufrieden.
Es empfiehlt sich auch eine gewisse Großzügigkeit. Fällt bei Ihnen einmal das Tracking aus, ist die Warenverfügbarkeit kurzfristig zu gering - bei fairen Umgang mit Ihren Partnern wird dieser nicht sofort die Werbeleistung zurückfahren. So unterstützt Sie der Partner in problematischen Situationen. Revanchieren Sie sich. Meist haben Sie ja bereits Erfahrungswerte der durchschnittlichen Vergütung einzelner Partner. Agieren Sie partnerschaftlich und erstatten Ihrem Partner eine Vergütung ohne dass Sie genau wissen, wie hoch der generierte Umsatz in dem Zeitraum des Problems war. Bei einer fixen Buchung erhalten Sie Ihre Rechnung ja auch, unabhängig davon, ob Ihr Shop optimal funktioniert hat.

Auf Facebook Affiliates werben

Facebook Ads kann man nicht nur nutzen, um sein Produkt bei Endkunden zu bewerben. Auch heiß begehrte und gute Affiliates tummeln sich auf Facebook. Sein Partnerprogramm Affiliates näher zu bringen ist üblicherweise teuer und häufig schwer messbar. Wenn man seine auf Affiliates ausgerichtete Facebook-Kampagne mit den passenden Interessen ausstattet und somit die richtige Zielgruppe angeht, kann man einen sehr effizienten Akquiseweg für sein Affiliateprogramm erschließen. Beispielsweise kann man den Begriff „Adsense“ bei Interessen zum Targeting nutzen. Wer sich für Adsense interessiert, hat wahrscheinlich eine Website mit Traffic und könnte daher auch an einem Affiliateprogramm zur Monetarisierung dieses Traffics interessiert sein.

Aktive Programmpflege betreiben

Affiliate-Marketing-Programme gehören heute im eCommerce dazu. Aus Zeitgründen übertragen jedoch viele Marketer eher ein bestehendes Programm auf viele Netzwerke, statt aktive Programm-Pflege zu betreiben. Dabei lohnt sich eine aktive Entwicklung zusammen mit den Publishern, denn die Generierung zusätzlicher Abschlüsse ist ein gemeinsames Ziel. Die Web-Analyse zeigt oft, dass nur 20% der Publisher 80% der vermittelten Leads oder Sales generieren. Eine aktive Betreuung dieser Partner kann also die Abschluss-Anzahl deutlich steigern. Hilfreich ist dabei die Auswertung der Konversion und Kosten-Umsatz-Relation nicht nur pro Partner, sondern auch pro Werbemittel und Platzierung. Empfehlenswert hierfür ist eine ganzheitliche Analyse, bei der alle Online-Marketingmaßnahmen, inkl. Affiliate-Marketing, detailliert bis hin zu Werbemitteln und Partnern miteinander verglichen werden. Viele unserer Kunden steigerten durch die gemeinsame Analyse und Maßnahmen-Entwicklung mit den Publishern den Erfolg pro Partner nachhaltig.

Affiliate-Jahres-Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung kann viel Zeit sparen und vor allem Möglichkeiten aufdecken, auf die man selber vorher nicht gekommen wäre. So ist für Affiliates ratsam, genauso wie die Advertiser es machen, ein Jahresplan zu erstellen. In dieser Jahresplanung werden alle wichtigen Ereignisse des Jahres, wie WM, EM, Olympia, Vatertag, Muttertag, Feiertage, Schulanfang, Freitag der 13. usw. eingetragen. So hat man eine komplette Übersicht, in welchem Monat zu welchem Thema wohl die meisten Suchanfragen und Interessen auftauchen. So kann man direkt auf seinen Seiten die Werbemittel einbauen, die z.B. saisonalbedingt gerade total in sind. Genauso ist es nun auch möglich, im Vorfeld Seiten und Texte für bestimmte Gelegenheiten zu optimieren. Damit erreicht man stets jederzeit die größtmögliche Aufmerksamkeit der User.



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