D21-Untersuchung zum Digitalisierungsgrad der Deutschen 23.04.2013, 09:31 Uhr

Skeptiker und Gelegenheitsnutzer

Deutschland ist zwar im Online-Zeitalter angekommen, kann allerdings im internationalen Vergleich nur einen mittleren Digitalisierungsgrad vorweisen. Das zeigt die Studie "D21-Digitalindex" von TNS Infratest. Insgesamt konnte die Untersuchung sechs verschiedene Online-Nutzertypen ausmachen, hierzulande dominiert mit knapp 30 Prozent der "außenstehende Skeptiker".
Die gute Nachricht: Deutschland ist digital. Stolze 76,5 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren nutzen aktuell das Internet. Das entspricht rund 53,7 Millionen Bundesbürgern. Die schlechte Nachricht: Vergleicht man die Internetnutzungszahlen seit dem Jahr 2001, so zeigt sich, dass in Deutschland nun eine gewisse Stagnation erreicht ist. Die Zahl der Internet-User ist 2012 nur noch um 0,9 Prozent gewachsen, damit wurde im vergangenen Jahr 2012 erstmals ein Wachstum von unter einem Prozentpunkt realisiert. Das zeigt der "D21 Digitalindex", eine Untersuchung für die der seit 13 Jahren veröffentlichte (N)onliner-Atlas mit einer Analyse über den Stand der digitalen Gesellschaft hierzulande zusammengeführt wurde.
Auch die Prognose für das laufende Jahr ist laut der Studie von TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 unbefriedigend: Mit 0,9 Prozentpunkten soll der stagnierende Trend 2013 fortgesetzt werden. Mit insgesamt 51,2 Punkten kann Deutschland damit aktuell lediglich einen mittleren Digitalisierungsgrad vorweisen (Skala zwischen 0 und Idealgröße 100).
Sechs Nutzertypen
Mithilfe verschiedener Nutzertypen ordnet der Digitalindex Deutschland außerdem in sechs Kategorien ein: Der "außenstehende Skeptiker" ist mit 28,9 Prozent in puncto Online-Affinität der Deutschen vorherrschend und zeigt, dass jeder vierte Bürger ab 14 Jahren in Deutschland in der digitalen Welt offenbar noch nicht angekommen ist. An zweiter Stelle folgt mit 27,9 Prozent der "häusliche Gelegenheitsnutzer"; Platz drei belegt mit 15,4 Prozent dann aber immerhin der "reflektierte Profi". 15 Prozent der User sind "passionierte Onliner", 9,5 Prozent "vorsichtige Pragmatiker". Schlusslicht ist mit nur 3,2 Prozent der "smarte Mobilist".
Im Vergleich der einzelnen Bundesländer liegt Hamburg vorne. 2012 nutzen hier rund 80 Prozent das Web. Es folgen Berlin mit einer Internetnutzung von 79,8 Prozent und Bremen mit 79,5 Prozent.
Die einzelnen Bundesländer im Vergleich: (Quelle: D21-Digitalindex)


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