Werbung im redaktionellen Bereich 20.12.2013, 12:05 Uhr

New York Times setzt auf Native Advertising

Werbung im redaktionellen Bereich, die nicht auf Anhieb als solche zu erkennen ist, ist ein heikles Thema. Jetzt setzt ein für Qualitätsjournalismus bekanntes Medium seine Hoffnungen genau auf diesen Bereich: Mit sogenannten "Native Ads" auf seiner Webseite will die New York Times Verluste im Anzeigengeschäft wieder gutmachen. Dabei sollen aber klare Regeln gelten.
Die New York Times will auf ihrer Webseite ab Anfang 2014 verstärkt Native Advertising einsetzen. Damit sind Texte von Anzeigenkunden gemeint, die sich dem redaktionellen Stil des Mediums anpassen, in dem sie erscheinen - und so als redaktionelle Beiträge missverstanden werden können. Die New Yorker Tageszeitung sieht in dem Anzeigenformat offenbar eine lukrative Geldquelle, die vorangegangene Umsatzrückgänge im Anzeigenbereich wieder gutmachen könnte, berichtet das Branchenportal .
Dabei wolle man allerdings sicherstellen, dass die Anzeigen nicht mit journalistischen Texten vermischt werden, betonte New-York-Times-Herausgeber Arthur Sulzberger Jr. in einer Mitteilung an seine Mitarbeiter: "Unsere Leser werden immer wissen, dass sie sich eine Nachricht eines Anzeigenkunden ansehen. Es wird einen unverkennbaren Farbrand geben, die Worte "Paid Post", das Firmenlogo, eine andere Schriftart und ein anderes Design, damit Leser genau wissen, was sie sich anschauen." Es werde eine strikte Trennung zwischen redaktionellen Mitarbeitern und den Produzenten der Native Ads geben. Außerdem will Sulzberger dafür sorgen, dass die Inhalte der Werbungtreibenden einem hohen Qualitätsanspruch gerecht werden. Dabei ist es in anderen Fällen nicht unüblich, dass Native Ads auch in der gleichen Schrift der redaktionellen Beiträge erscheinen.
Auch Tomorrow Focus, der Publisher des deutschsprachigen Ablegers der "Huffington Post", will neben klassischen Branding-Kampagnen stark in den Bereich Native Advertising gehen. "Werbetreibende können bei uns mit den Usern in Interaktion treten und eigenen Content zur Verfügung zu stellen", sagte Tofo-Vorstandsmitglied Christoph Schuh im Interview mit INTERNET WORLD Business.
Mit "Ebuzzing Native" hat Ebuzzing kürzlich ein neues Native-Advertising-Format für Werbungtreibende und Agenturen gestartet. Mit dem Anzeigenformat will der Anbieter für Social Video Advertising gegen die sogenannte "Banner-Blindheit" vorgehen.



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