Nutzung von TV und Internet in Deutschland 15.01.2013, 15:04 Uhr

Ein Medium ist nicht genug

TV ist und bleibt der Deutschen liebstes Medium. Doch das Internet holt in der täglichen Nutzung sprunghaft auf. Das sind einige der Ergebnisse der Studie "Navigator Mediennutzung" von ProSiebenSat.1 Vermarkter SevenOne Media. Vor allem der Trend Second Screen beeinflusst die Fernsehnutzung immer stärker.
Rund zehn Stunden nutzen die Bundesbürger täglich Medien. Damit hat sich das Zeitbudget der 14- bis 49-Jährigen seit dem Jahr 2002 um 16 Prozent erhöht. Diese Entwicklung ist hauptsächlich der stark gestiegenen Internetnutzung zu verdanken: 94 Prozent der Befragten sind inzwischen regelmäßig im Web unterwegs. Damit ist fast eine Vollabdeckung erreicht. Die tägliche Online-Zeit ist innerhalb der vergangenen zehn Jahre sprunghaft von 30 auf 107 Minuten pro Tag gestiegen. Das Internet wird dabei vor allem von Jüngeren besonders häufig und intensiv genutzt: Die 14- bis 29-Jährigen sind 154 Minuten täglich online.
Am populärsten ist und bleibt jedoch das Fernsehen mit einer täglichen Nutzungszeit von 205 Minuten. Aber auch andere Medienangebote wachsen dynamisch, so vertreibt sich heute inzwischen jeder Zweite gerne die Zeit mit Video-Games. Im Durchschnitt hat sich die Games-Zeit seit 2002 auf nunmehr 39 Minuten täglich verdoppelt.
Eine weitere Erkenntnis: Die parallele Nutzung von Internet und Fernsehen findet häufiger statt als die zeitgleiche Rezeption anderer Medien, sie hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Das liegt zum einen an der Verbreitung von internetfähigen mobilen Geräten wie zum Beispiel Laptops, Netbooks, Tablets und Smartphones, zum anderen an der gegenseitigen Befruchtung von TV und Internet. So liefert das Fernsehen liefert starke Impulse, weckt Neugier und Interesse, sich mit bestimmten Inhalten weiter im Internet zu beschäftigen. Mittlerweile nutzen 59 Prozent der Befragten das Internet, während sie fernsehen. Das sind rund dreimal so viele wie vor zehn Jahren.



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