New Media Forecast: Verbreitung von New Media Technologien 13.02.2013, 12:31 Uhr

Berührungsängste bei Tablet und IPTV

Rund 32 Prozent der Deutschen besitzen inzwischen ein Smartphone. Tablets und IPTV sind mit drei und vier Prozent in der deutschen Bevölkerung jedoch noch deutlich weniger verbreitet. Das sind einige der Ergebnisse des erstmalig erstellten "New Media Forecasts" der Mediaagenturgruppe Zenith Optimedia, der die Verbreitung von New Media Technologien analysiert.
Mobile Devices sind auf dem Vormarsch - und das nicht nur in Deutschland, sondern in allen entwickelten Digitalmärkten. Dem erstmalig erstellten "New Media Forecasts" der Mediaagenturgruppe Zenith Optimedia zufolge, wird sich die Smartphone-Verbreitung bis 2015 von 36 Prozent auf 72 Prozent verdoppeln. Die Verbreitung von Tablets soll demnach sogar um 177 Prozent ansteigen, die von IPTV um 36 Prozent.
Obwohl das Smartphone das über alle betrachteten 19 Märkte das am weitesten verbreitete Endgerät ist, variiert die Durchsetzung aber erheblich zwischen 73 Prozent (der schwedischen Bevölkerung mit Smartphone) und 18 Prozent (Brasilien). Das Ranking der Länder mit der höchsten Durchdringung von New‐Media‐Technologien führen fünf westeuropäische Märkte (Norwegen, Frankreich, Niederlande, Schweden und Dänemark)mit einer Durchdringung von jeweils über 30 Prozent an.
Deutschland hat noch Aufhol-Potential
Deutschland liegt dabei mit einer durchschnittlichen Durchdringung von 13,2 Prozent auf Platz 15 im Ranking: "In Deutschland ist die Verbreitung von Smartphones mit 32 Prozent zwar relativ hoch, dafür sind Tablets und IPTV in der deutschen Bevölkerung jedoch noch deutlich weniger verbreitet", erläutert Frank‐Peter Lortz, Chairman Zenith Optimedia Deutschland. "So liegt die Durchdringung mit IPTV gerade erst bei 4,2 Prozent, die der Tablets bei 3,4 Prozent."
Bis 2015 soll sich die durchschnittliche New-Media-Durchdringung auf 22,1 Prozent erhöhen - nicht zuletzt aufgrund des weiteren Anstiegs bei den Smartphones auf 55 Prozent -, das soll jedoch keine Auswirkungen auf das Ranking haben, in dem Deutschland von Japan und Brasilien überholt werden wird und somit auf Platz 17 abrutscht.
Im Untersuchungszeitraum bis 2015 soll der deutsche Online‐Werbemarkt um weitere 37 Prozent wachsen. Der größte Anteil der Werbeinvestitionen (77 Prozent) wird demnach auch in zwei Jahren noch auf Suchmaschinenmarketing entfallen, gefolgt von Displaywerbung (27,8 Prozent). Die Investitionen in mobile Werbung werden im Zeitraum von 2012 bis 2015 um ganze 448 Prozent ansteigen, der Anteil am gesamten Online‐Werbekuchen wird dennoch auch 2015 nur bei 5,1 Prozent liegen.
"Mit dem New Media Forecast stellt ZenithOptimedia erstmals eine Studie vor, die sich insbesondere mit der Entwicklung der für Werbungtreibende besonders relevanten, neuen Medien‐Technologien beschäftigt", so Lortz. "Die neue Studie hilft dabei, den eigenen Markt im Vergleich einzuordnen und mittelfristige Investitionsentscheidungen zu treffen."



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