FOMA-Trendmonitor 2016 08.09.2016, 15:30 Uhr

Die Top-Themen: Datenkompetenz und Cross-Device-Tracking

Viel Neues aus der Welt der Mediaplanung: Der BVDW präsentiert seinen FOMA-Trendmonitor, die Agof aktualisiert ihr TOP-Programm und die Agenturgruppe pilot verspricht mit "Mercury Media" eine einfachere Mediaplanung.
(Quelle: shutterstock.com/ideyweb)
Jedes Jahr im Vorfeld der dmexco veröffentlicht der Fachkreis Online-Mediaagenturen (FOMA) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) den Trendmonitor. Er soll ein aktuelles Stimmungsbild unter den führenden Online-Media­agenturen in Deutschland aufzeigen. Auch wenn es 2016 keine großen neuen Erkenntnisse gibt, zeigt die aktuelle Auswertung zumindest wo die Digital-Reise bei den Mediaagenturen hingeht.
 
Die Ergebnisse in Zahlen: Die mit Abstand stärksten Wachstumstreiber des digitalen Werbemarktes sind bekanntermaßen Mobile und Bewegtbild - und das soll auch weiter so bleiben: Mobile Display-Werbung ohne Video soll in 2017 um 18,3 Prozent wachsen. Reine mobile Video-Werbung wird ein Plus von 21,9 Prozent zugeschrieben.
 
Für das stationäre Umfeld gilt: Bewegtbild alleine soll im kommenden Jahr einen Anteil von 13,5 Prozent Wachstum an digitaler Werbung haben. Online-Display-Werbung ohne Video soll um zwei Prozent wachsen.

Die zukunftsweisenden Themen

Die Top-Themen der Zukunft bezüglich der Entwicklung des digitalen Werbemarktes sind laut FOMA Datenkompetenz und Cross-Device-Tracking. Ausnahmslos jeder Befragte (100 Prozent) gibt diese beiden Aspekte als relevanteste Themen an. Mit 98 Prozent der Nennungen sind Programmatic Advertising, Mobile Advertising und Audience-Verification (Überprüfung der Ergebnisse dahingehend, ob etwa die gewünschten Zielgruppen erreicht wurden) ähnlich entscheidend.
Eine weitere Erkenntnis: Mehr als jeder dritte Befragte (36 Prozent) sieht in Adblockern eine ernsthafte Gefahr für das Internet. "Der Einsatz von Adblockern beeinträchtigt die werbebasierte Refinanzierung kostenfrei zugänglicher Inhalte und Services im Internet und gefährdet in der Konsequenz die Angebotsvielfalt, wie wir sie heute kennen", meint etwa FOMA-Sprecher Manfred Klaus (Plan.net Gruppe). "Deshalb fordern wir Maßnahmen und Überlegungen der Publisher und Vermarkter, einer Adblocker-Nutzung zum Beispiel mit Nutzungseinschränkungen zu begegnen."

Agof und pilot: Neues für die Mediaplaner

Kurz vor der dmexco sind aber noch andere Player fleißig. Neues gibt es nämlich auch bei der Agof in Sachen Mediaanalyse und -planung: Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung präsentiert mit "TOP modular" eine Weiterentwicklung ihrer bisherigen Desktop-Software. Der Nachfolger des Auswertungs- und Planungsprogramms ist eine reine Web-Anwendung, die Downloads und zusätzlichen Speicherplatz überflüssig machen soll. Stattdessen sollen Vermarkter, Werbungtreibende und Agenturen von jedem internetfähigen Rechner immer auf den aktuellsten Stand der digital facts zugreifen können - und so digitale Plattformen auswerten und die Werbeplanung vereinfachen.
Daneben haut auch pilot zur Marketing-Messe noch einmal ordentlich in die Tasten. Die Hamburger Agenturgruppe hat mit "Mercury Media" eine SaaS-Lösung (Software-as-a-Service) entwickelt, die eine einfachere Mediaplanung verspricht. Unterstützt werden zunächst alle digitalen Kampagnen von Video und Display über Native, Search, Social und Programmatic bis hin zu Smart-TV und Addressable TV oder DOOH.



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