Budget der Onlinewerbung übersteigt brutto fünf Milliarden Euro 28.02.2011, 09:00 Uhr

Ein Plus von 26 Prozent

Der Online-Werbemarkt in Deutschland ist 2010 um insgesamt 26 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gewachsen. Das gibt der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) bekannt. Damit rückt das Internet erstmals auf Platz zwei der stärksten Werbemedien und lässt die Zeitungen knapp hinter sich.
Budget der Onlinewerbung übersteigt brutto fünf Milliarden Euro (Foto: istock/xyno)
Der Vorjahresvergleich zeigt, dass Displaywerbung erneut am stärksten von der positiven Entwicklung des Online-Werbemarktes profitiert hat. Mit einer Zuwachsrate von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat sie 2010 zum ersten Mal die Drei-Milliarden-Euro-Grenze überschritten. Mit insgesamt 3,15 Milliarden Euro verzeichnet sie damit den höchsten Wert der drei betrachteten Segmente. Auf Platz zwei liegt die Suchwortvermarktung mit Werbeinvestitionen von 1,87 Milliarden Euro und einer Wachstumsrate von 15 Prozent gegenüber 2009. Es folgen die Affiliate-Netzwerke mit 339 Millionen Euro und einem Zuwachs von zehn Prozent. Ursprünglich hatte der OVK eine Steigerung von neun Prozent prognostiziert.
"Onlinewerbung ist inzwischen unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen Zielgruppenansprache. Mit einem Plus von 26 Prozent hat unser Wachstum die ursprüngliche Prognose noch übertroffen. Erstmalig hat das Internet die Gattung Zeitungen überrundet und positioniert sich so - früher als erwartet - als zweitstärkstes Werbemedium im Mediamix", sagt Paul Mudter (IP Deutschland), Vorsitzender des OVK im BVDW. Mit einem Anteil am Gesamtwerbebudget von 39,1 Prozent liegt das Fernsehen unangefochten an der Spitze und konnte weiter zulegen.



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