Transaktionsmails sinnvoll nutzen 22.07.2011, 11:26 Uhr

Bestellbestätigungen zu Marketingzwecken einsetzen

Laut einer aktuellen Studie des Mail-Marketing-Anbieters Experian Marketing Services liegt die Öffnungsrate bei Transaktionsmails bei 47 Prozent, die Klickraten bewegen sich bei 20 Prozent - viel im Vergleich zu anderen Mailings. Jöm Grunert, Geschäftsführer von Experian in Deutschland gibt Tipps wie sie Transaktionsmails für ihre Marketingkampagnen nutzen können.
Zurzeit werden die Potenziale von Anmelde-, Bestellbestätigungen oder anderen automatisch generierten E-Mails noch lange nicht in dem Maß ausgeschöpft, in dem dies möglich wäre. Noch nicht einmal die Hälfte aller versendeten Transaktionsmails werden für Marketingzwecke genutzt.

Engagement wecken durch persönliche Ansprache und Cross-Selling-Angebote

Eine individuelle Ansprache ist unverzichtbare Voraussetzung für den Dialog mit dem Kunden. Dazu gehört natürlich die namentliche Anrede anstelle von "Sehr geehrter Kunde/ sehr geehrte Kundin“.
Darüber hinaus eignen sich Transaktionsmails wie Bestellbestätigungen für die Integration von Cross Selling-Angeboten. Das liegt nahe, denn wer ein bestimmtes Produkt bestellt hat, kann durchaus offen für ähnliche oder ergänzende Angebote sein. Die Personalisierung spielt auch hier eine wichtige Rolle: Eine Kundin, die beispielsweise bei einem Online-Schuhhändler ein Paar rote Schuhe bestellt hat, könnte so das Angebot zu einer passenden roten Handtasche erhalten. Alternativ bietet sich auch die Verknüpfung zu allgemein gültigen Angeboten an. So kann zum Beispiel ein Reiseanbieter das Angebot zu einem Mietwagen oder einer Reiseversicherung in die Buchungsbestätigung integrieren.

Die Optik entscheidet

Doch nicht nur das "Was“, auch das "Wie“ ist ein erfolgskritischer Faktor. Zu den Standards gehört auch, Transaktionsmails vom Textformat auf HTML umzustellen und so über eine Gestaltung in Anlehnung an das Corporate Design den Markenauftritt zu stärken. Darüber hinaus sollte eine E-Mail klar strukturiert sein und wichtige Elemente prominent platziert werden. Ein Kundenservice-Link sollte auf jeden Fall weiter oben stehen als ein Standard-Websitelink.
Eine kompakte Webseiten-Navigationsleiste am Kopf der E-Mail - wie beispielsweise bei E-Mails von windeln.de - signalisiert einen, serviceorientierten Auftritt und führt erfahrungsgemäß ebenfalls zu erhöhten Klickraten. Wie die Studie von Experian zeigt, ist es übrigens ratsam, die Zahl der Website-Navigations-Links zu beschränken - weniger führt hier nachweislich zu mehr Erfolg.



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