Dank Mobile und Video 22.03.2017, 11:10 Uhr

Online-Werbung: 47 Prozent der Spendings gehen an Google und Facebook

Dass ein Großteil der weltweiten digitalen Werbeeinnahmen inzwischen an Google und Facebook gehen, ist bekannt. Um wie viel US-Dollar es sich genau handelt, hat nun das Marktforschungsunternehmen eMarketer ermittelt.
(Quelle: shutterstock.com/OlegDoroshin)
Sundar Pichai und Mark Zuckerberg weiten ihre Dominanz auf dem globalen Werbemarkt aus: Die Google- und YouTube-Mutter Alphabet wird in diesem Jahr voraussichtlich 72,7 Milliarden US-Dollar Werbeeinnahmen erzielen. Facebook soll auf 33,7 Milliarden US-Dollar kommen. Zusammen macht das über 106 Milliarden US-Dollar, was 46,4 Prozent der weltweiten digitalen Werbeeinnahmen entspricht. Das ergaben aktuelle Zahlen von eMarketer, die cnbc.com vorliegen.
Shelleen Shum, Senior Forecasting Analyst bei eMarketer, zufolge ist die Übermacht der beiden Tech-Giganten vor allem den Segmenten Mobile und Video zu verdanken: "In diesem Jahr werden Google und Facebook einmal mehr die weltweiten Anführer in der digitalen Werbung sein. Fast die Hälfte der globalen Online Spendings geht an die beiden, was an deren anhaltend starker Performance bei mobiler Werbung und Videos liegt."

Nur die Chinesen können mithalten

Den Analysten nach gibt es in naher Zukunft nur drei Unternehmen, die den beiden gefährlich werden könnten. Das sind die chinesischen Technologiekonzerne Alibaba, Baidu und Tencent. Sie sollen zusammen 2017 etwa 35,8 Milliarden US-Dollar Werbeumsätze machen. Die chinesischen Firmen würden derzeit von einer zunehmend technik-affinen Bevölkerung in China sowie steigenden Gehältern profitieren. Das gerade an der Börse gestartete Snapchat hingegen soll ungefähr 900 Millionen US-Dollar durch Werbung machen.
Die Bedeutung von Werbung für Google wurde erst kürzlich wieder deutlich. Das Unternehmen reagierte auf den Ärger über die Platzierung von Werbeanzeigen via YouTube und dem Google Display Network auf externen Webseiten. Werbekunden sollen künftig mehr Kontrolle darüber erhalten, auf welchen Dritt-Seiten ihre Ads gezeigt werden.
Angeblich pausieren aktuell schon über 250 Marken mit ihren Anzeigen bei Google, weil ihre Werbung neben extremistischen Inhalten angezeigt wurde. Dazu gehören große Namen wie Volkswagen, Toyota, O2, L'Oréal, McDonald's und BBC. Der Gesamtwert der Verträge, die auf Eis gelegt wurden, soll sich auf über 50 Millionen Pfund (57,7 Millionen Euro) im Jahr belaufen, schreibt The Times.



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