AdWords Feature 15.03.2018, 13:15 Uhr

Google bringt "Custom Intent Audiences" für YouTube

Ende 2017 gingen in Googles Display-Netzwerk die "Custom Intent Audiences" live. Jetzt erweitert Google das AdWords Feature auf YouTube. Es soll dort vor allem in Verbindung mit dem Format "TrueView for Action Ads" seine Wirkung entfalten.
Mit der Ausrichtung auf Zielgruppen in Anzeigengruppen können Werbungtreibende Nutzer erreichen, die sich für Produkte und Dienstleistungen wie die eigenen interessieren.
(Quelle: shutterstock.com/sergign)
Im November vergangenen Jahres rollte Google seine "Custom Intent Audiences" für AdWords aus. Dahinter steckt die etwas sperrig klingende "Ausrichtung auf Zielgruppen in Anzeigengruppen". Werbetreibende können damit Nutzer erreichen, die sich für Produkte und Dienstleistungen wie die eigenen interessieren. Das heißt konkret: Indem der Werbetreibende Zielgruppen hinzufügt, kann er Nutzer auf Grundlage ihrer jeweiligen Interessen erreichen, während sie sich Webseiten, Apps, Kanäle, Inhalte und Videos im Google-Display-Netzwerk ansehen. Genau diese Videos stehen jetzt im Vordergrund, denn Google bringt das Format nun auch auf seinen Kanal YouTube.
Advertiser haben mit den "Custom Intent Audiences" die Wahl zwischen verschiedenen Kategorien, zum Beispiel User, die sich für Sport oder Reisen interessieren, ein Auto kaufen möchten, oder frühere Besucher der Website. Das AdWords-System liefert die Anzeigen dann für Personen aus, die mit großer Wahrscheinlichkeit zu den ausgewählten Kategorien gehören.
Es gibt zwei Arten von Zielgruppen mit benutzerdefinierten Absichten. In einer Variante können Werbetreibende ihre eigenen Zielgruppen erstellen, diese basieren auf Themen und URLs von Websites, die von Personen, die wahrscheinlich an ihren Produkten interessiert sind, gelesen und besucht werden. Die zweite Variante ist "maschinenlernend und automatisiert", so Anthony Chavez, Director of Product Management bei AdWords. Diese automatisch generierten, benutzerdefinierten Zielgruppenlisten werden den Werbetreibenden im Audience Center als automatisch generiertes Publikum angezeigt. Google zeigt Reichweiten- und Performance-Schätzungen für jede dieser Zielgruppen an.

TrueView für Action Ads

Google Advertiser können also zum Beispiel YouTube-Zuschauer erreichen, die zuvor nach verwandten Produkten und Dienstleistungen gesucht haben. Sucht ein Nutzer auf Google also etwa nach "drahtlosen Kopfhörern", werden ihm beim nächsten Besuch auf YouTube Anzeigen von Kopfhörer-Herstellern angezeigt.
Um die Berechtigung zu haben, Ads für ein benutzerdefiniertes Zielpublikum auszuspielen, muss der Werbetreibender lediglich eine Keyword-Liste für seine Video-Kampagne erstellen. Für optimale Ergebnisse empfiehlt Google benutzerdefinierte Zielgruppen mit TrueView-Videoanzeigen für Action Ads zu kombinieren. Dieses Format wurde speziell für Direct-Response-Kampagnen entwickelt.
Bei "normalen" TrueViews können YouTube-Nutzer selbst auswählen, welche Videoanzeigen sie sehen möchten und wann. Werbetreibende zahlen nur, wenn Nutzer auch wirklich interessiert sind.
Mit dem TrueView-Format für Action Ads können Werbetreibende ihre "Call to Actions", die zusammen mit ihren Video-Anzeigen auf YouTube erscheinen, personalisieren. Auf dem Smartphone erscheinen die Formate unterhalb des Videos und bleiben auch nach dem Ende der Videoanzeige bestehen oder werden übersprungen, während das Video abgespielt wird.
Ein Beispiel für das "TrueView für Action Ad", wie es mobil nach einer Suche in Google aussehen könnte.
Quelle: Google
Auf dem Desktop wird eine begleitende Anzeige neben dem Videoplayer am oberen Rand der Empfehlungsspalte auf der rechten Seite eingeblendet. Werbetreibende können ihre eigenen kreativen Elemente, wie etwa ein Logo oder ein Bild hinzufügen - oder aber Google zieht automatisch Elemente von der Landing Page ein.
Wie alle TrueView-Instream-Anzeigen können auch die für Action Ads nach fünf Sekunden übersprungen werden.



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