Googles E-Mail-Dienst 21.09.2016, 11:16 Uhr

Gmail unterstützt Responsive Design: Die Bedeutung für Marketers

Besser spät als nie: Ab Ende September will Google mit Gmail und Inbox by Gmail E-Mails mit responsivem Design unterstützen. Was bringt die Änderung Werbungtreibenden und Marketers?
E-Mails bei Gmail werden bald in einem auf jedes Endgerät zugeschnittenen Format dargestellt
(Quelle: Fotolia.com/evgeniya)
Bis Ende September soll es soweit sein. Dann will Google mit seinen E-Mail-Diensten Gmail und Inbox Responsive Design in Mails unterstützen. Das heißt: Die E-Mails werden automatisch in einem auf jedes einzelne Endgerät zugeschnittenen Format dargestellt. Vor allem Nutzer der Desktop-Anwendung von Gmail sollen davon profitieren, wie Pierce Vollucci, Associate Product Manager, Gmail und Steve Bazyl, Developer Programs Engineer, Google Apps in einem Blogpost erklären. Denn E-Mails, die für Smartphones oder Tablets optimiert wurden, sollen dank der neuen Funktion auch am Desktop vernünftig dargestellt werden.
Bis dato mussten E-Mail Marketer ihre Sendungen für die mobile Nutzung optimieren, also etwa Größe, Bild-Proportionen oder Call-to-Action-Buttons etc. separat anpassen. Ein veraltetes Konzept.
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E-Mail dargestellt ohne Responsive Design
Quelle: Google
Für viele ist der Googles-Schritt daher längst überfällig. Die Bedeutung von Mobile ist klar, die Nutzer browsen zunehmend über ihr Smartphone oder Tablet, die Werbespendings verschieben sich ebenso immer mehr auf Mobile. Und: E-Mail-Apps sind die mit meistgenutzten Anwendungen auf dem Smartphone.
Und was bedeutet das nun für Marketers? Grundsätzlich ist das Werbepotenzial bei Gmail durchaus gegeben, vor allem für E-Mail-Marketers mit dem Fokus auf Mobile: Denn Gmail hat eine Milliarde Nutzer weltweit, 75 Prozent der Gmail User greifen auf ihr Konto via Mobile zu. Die Neuerung bringt nun in erster Linie natürlich eine verbesserte User-Experience mit sich. Denn laut einer Studie von Blue Hornet würden 42 Prozent der Nutzer eine E-Mail sofort löschen, wenn sie nicht mobil optimiert ist.
RDesign
E-Mail dargestellt mit Responsive Design
Quelle: Google
Zudem kommen Werbungtreibende nun in den Genuss einiger neuer Feature wie etwa größere, benutzerfreundlichere Buttons, bessere AutoRead-Optionen und eine automatische Bildanpassung. Marketer müssen künftig nicht mehr umständlich ihre Mails an die verschiedenen Geräte anpassen - und können eventuell darauf hoffen, dass auch andere Anbieter in Sachen Responsive Design nachziehen und ihre Konten ensprechend anpassen.



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