Nach Kündigung 09.01.2018, 10:26 Uhr

Ex-Software-Entwickler verklagt Google

Nach Rauswurf: Der Ex-Google Mitarbeiter, der wegen sexistischer Äußerungen entlassen wurde, hat Klage gegen Google eingereicht. Es werde ein Prozess wegen Diskriminierung angestrebt, teilten die Anwälte des ehemaligen Software-Entwicklers James Damore mit.
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Ein von Google wegen sexistischer Äußerungen gefeuerter Software-Entwickler hat den IT-Konzern verklagt. Es werde ein Prozess wegen Diskriminierung angestrebt, teilten die Anwälte des ehemaligen Google-Mitarbeiters James Damore am Montag (Ortszeit) mit. "Google wendet illegale Einstellungsquoten an, um den erwünschten Prozentsatz von Frauen und bevorzugten Minderheiten zu erfüllen", heißt es in der Klage. Mit der Kündigung habe das Unternehmen Damore als Konservativen, Weißen und Mann diskriminiert.

Verstoß gegen interne Verhaltensregeln

Der Software-Entwickler war im August vergangenen Jahres von Google gefeuert worden, nachdem er in einem internen Schreiben den geringen Anteil von Frauen in der Technologiebranche mit angeblichen biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern erklärt hatte. Damore hatte in dem "Manifests" unter anderem geschrieben, Frauen seien weniger widerstandsfähiger gegenüber Stress als Männer und schafften es auch deshalb so selten in Führungspositionen in der Tech-Industrie. Versuche, mehr Frauen in die Branche zu bringen, seien ein Fehler - das dürfe man aber nicht laut sagen. Seine Argumente waren auch von ultrakonservativen US-Medien aufgegriffen worden, die Technologie-Firmen sowieso oft eine zu linke ideologische Ausrichtung vorhalten.
In dem Brief behauptete er zudem, die Dominanz liberaler Ideologie bei Google verhindere eine offene Diskussion über solche Themen. Google begründete die Kündigung damit, dass Damore gegen interne Verhaltensregeln verstoßen und Stereotypen weiterverbreitet habe.



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