Performance-Steigerung 03.08.2017, 09:01 Uhr

3 Tipps zur Optimierung der Shopping Ads bei Google und Amazon

Shopping Ads mausern sich zum bevorzugten Klick der Nutzer, wenn es um Produktsuchen, Produktvergleiche und Preisvergleiche geht. Frank Rauchfuß gibt drei Tipps zur Performance-Steigerung bei der Werbeauslieferung auf Google und Amazon.
Amazon und Google Shopping werden als Werbeplattform für E-Commerce-Marketer immer wichtiger.
(Quelle: shutterstock.com/Bloomicon )
Google Shopping und Amazon werden als Werbeplattform für E-Commerce-Marketer immer wichtiger. Eine Analyse von Merkle's für den kompletten US-Markt zeigt etwa: Im zweiten Quartal 2017 wurden in den USA 31 Prozent mehr für Product Listings Ads (PLAs) bei Google Shopping ausgegeben. Auch die Budgets für Werbung auf Amazon wachsen. Das gilt auch für den deutschen Markt.
Auch Thomas Gässler, Geschäftsführer der Plan.Net Performance in München, macht diese Erfahrung: "Die Daten unserer umsatzstarken E-Commerce Kunden sprechen eine eindeutige Sprache. Die Kosten pro Conversion konnten wir mit Shopping Ads gegenüber Text Ads im Schnitt um rund 70 Prozent senken."
Für ihn hat klassischer Non Brand Traffic für reine E-Commerce-Kunden stark an Relevanz eingebüßt: "Der Kanal Search muss sich an ein immer komplexer ausdifferenziertes Suchverhalten anpassen. Google Shopping Ads beispielsweise sind ganz nah an der transaktionalen Suchintention der Nutzer. Nachdem im Februar 2016 die Ausspielung von Anzeigen am rechten Seitenrand von Google eingestellt wurde, haben sich Shopping Ads zum bevorzugten Klick der Nutzer gemausert, wenn es um Produktsuchen, Produktvergleiche und Preisvergleiche geht. Mit aussagestarken Produktbildern und aufmerksamkeitssteigender Sternebewertung sind Shopping Ads heutzutage quasi die Amazon-Suche bei Google."
Gerade deshalb ist es umso wichtiger, beide Kanäle genauer zu betrachten. Frank Rauchfuß, CEO und Geschäftsführer von intelliAd Media nennt drei Tipps zur Performance-Steigerung bei der Aussteuerung von Werbung auf Produktsuchmaschinen.

1. Unterschiede erkennen

Zwischen Google Shopping und Amazon gibt es große Unterschiede, die es zunächst zu erkennen gilt. Wichtig ist der Blick auf die unterschiedlichen KPIs von Google Shopping und Amazon - also Klickraten, Klickkosten und die Kosten-Umsatz-Relation. So ist die Reichweite von Google Shopping im Augenblick meist größer, der CPC bei Amazon- auch wegen des noch geringeren Wettbewerbs um Keywords - jedoch häufig niedriger.

2. KPIs vergleichen

Eine gute Kosten-Umsatz-Relation erhalten vor allem die E-Commerce-Marketer, die beide Kanäle synchronisiert aussteuern und so den für Ihre Produkte effizientesten Kanal identifizieren beziehungsweise den besten Kanal-Mix einsetzen.
Aktuell geschieht diese Aussteuerung meist losgelöst voneinander. Mithilfe von intelligenten Tools können beide Produktsuchmaschinen einfach miteinander verglichen werden. Die Kür ist dann die Automatisierung, beispielsweise die dynamische Preisanpassung oder das automatisierte Verlagern von Produkten in den effizientesten Kanal.

3. Automatisierung statt manuelle Umsetzung

Automatisierte Zuordnung statt manueller Arbeit heißt das Zauberwort der Zukunft. Wo jetzt schon Automatisierung möglich ist, heißt es diese zu nutzen. Alleine bei einem Kanal ist es bereits schwer, zeitnah Optimierungen umzusetzen. Bei weiteren Shopping-Kanälen ist dies schier unmöglich.
Ein Beispiel: Webshops mit hoher Produktfluktuation kennen die Herausforderung. Werden neue Produkte in das Sortiment aufgenommen, müssen diese zuerst im Google Merchant Center erfasst werden, um später in Produktkampagnen via Google Shopping ausgespielt werden zu können. Hier können Features mit speziell programmierte Regellogik helfen, die Zeit und Aufwand sparen.
Es gibt grundsätzlich keine pauschale Empfehlung an E-Commerce-Entscheider Pro Amazon- oder Pro Google-Shopping. Sinnvoll ist eine abgestimmte Strategie für beide Kanäle und eine synchronisierte Aussteuerung.




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